Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek Arolsen
Allgemeine Informationen
Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek Arolsen
Residenzschloss Arolsen
Schloßstr,27
34454 Bad Arolsen
Öffnungszeiten
Sichtungen
Literatur zum Archiv
Hartmut Broszinski: Bausteine zu einer Arolser Bibliotheksgeschichte: http://staff-www.uni-marburg.de/~wolf2/Waldeck/arolsen-hofbibliothek.htm
Bestände
Hilfsmittel: Onlinekatalog über Uni Marburg: http://staff-www.uni-marburg.de/~wolf2/Waldeck/startseite-hofbibliothek.html
Gewissermaßen die Keimzelle der Bibliothek waren die 400 Werke – Handschriften und Drucke -, die aus dem nahe bei Arolsen gelegenen Augustiner-Chorherrenstift Volkhardinghausen kamen, als dies 1576 endgültig aufgehoben wurde. Neben dem üblichen liturgischen, exegetischen (Beispiel: Petrus Ravennas, Sermones, Köln 1507, III 47c-d/1: vorderer Spiegel (Hand des Joh. von Deventer, seit 1531 Procurator, 1542 Prior) mit Hs.-Falz, Titelbl.) und theologischen (Beispiel: Hermann Bode, Unio dissidentium, Köln 1533 III 47c-d/4, Titelbl. mit Falz Missale 12. Jh.) Rüstzeug befanden sich wenige Bände reformatorischen und humanistischen (Beispiel: Erasmus v.Rotterdam, Basel 1535, III 47c-d3: Titelbl. mit Falz) Schrifttums darunter. In diese Bibliothek aufgegangen war auch die Büchersammlung des Waldeckischen Historiographen und „Kleinhumanisten“ Konrad Klüppel (um 1490-um 1541, sein Gelehrtenname war Conradus Scipio), der einen Freitisch im Kloster hatte und ein wahrer Büchernarr gewesen ist (Beispiel: Andreas Alciatus, III 22a-f/23, Titelbl.). Da er auch Syndikus des St. Peter-Kollegiatstiftes in Fritzlar gewesen war, besaß er juristische Werke, die er dann den Volkhardinghäuser Chorherren hinterließ (Beispiel: Johannes Chappuis, Sexti libri decretalium comp., Paris 1510, III 44 f 10, Holzschnitt + fol.1). Leider wurde 1856 der überwiegende Teil verkauft. Über die Erwerbungen des 17. Jahrhunderts (Beispiel: Wilhelm Dilich, Ungarische Chronica, Kassel 1606, Bl.29/30, I 118° 17) – heute zwei Prozent des Gesamtbestandes - sind wir nur unvollkommen unterrichtet. Der größere Teil kam offenbar um 1900 über die unten beschriebene „Schaumburger Erbschaft“ ins Haus.