Grafen von Schwarzburg-Sondershausen

Aus Ärztebriefe
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Schwarzburg-Sondershausen ist der Name eines Fürstentums in Thüringen, das 1599 zunächst als Grafschaft Schwarzburg-Arnstadt gebildet wurde, seit 1697 ein Fürstentum war und von 1716 bis 1918 die Bezeichnung Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen trug. Die Gesamtfläche des Fürstentums betrug 862,1 km².

Die Geschichte des Fürstentums geht auf das Geschlecht der Grafen von Schwarzburg zurück, die erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt wurden. Durch Erbteilungen und Erwerbungen veränderte die Grafschaft Schwarzburg bis zum 16. Jahrhundert häufig ihre Gestalt. Nach dem Tod von Graf Günther XLI. im Jahre 1583 teilten seine beiden Brüder die Grafschaft Schwarzburg und bildeten ab 1584 die beiden Hauptlinien Schwarzburg-Arnstadt und Schwarzburg-Rudolstadt. Mit dem Stadtilmer Vertrag vom 21. November 1599 wurden die schwarzburgischen Territorien neu aufgeteilt. Die beiden Grafschaften und späteren Fürstentümer erhielten ihre Gestalt, wie sie bis 1920 im Wesentlichen unverändert blieben.

In den Jahrzehnten nach 1599 gab es weiter Erbstreitigkeiten. So teilten im Jahre 1681 die Grafen Christian Wilhelm und Anton Günther II., die bis dahin gemeinsam regiert hatten, das Land in eine Sondershäuser und eine Arnstädter Linie. 1713 schlossen beide schwarzburgische Hauptlinien einen Familienvertrag, durch welchen die Primogenitur eingeführt und weitere Teilungen des Landes untersagt wurden.

Zuvor waren beide Grafen in den Reichsfürstenstand erhoben und ihr Land zu einem unmittelbaren Reichsfürstentum erklärt worden. Kursachsen, das die Oberhoheit über Schwarzburg für sich in Anspruch nahm, gab in den Verträgen von 1699 und 1702 seine landesherrlichen Rechte gegen Geldentschädigung auf. Doch musste sich Schwarzburg 1719 zu einer jährlichen Zahlung von 7000 Talern verpflichten. Für Arnstadt wurde 1731 dem Herzog von Sachsen-Weimar eine jährliche Entschädigung von 3500 Thalern zugesichert.

Die Grafen und Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen 1571 bis 1758

Mit der Erhebung der Grafen Christian Wilhelm und Anton Günther II. in den Fürstenstand im Jahre 1697 durch Kaiser Leopold I. beginnt die Linie der Fürsten in Schwarzburg-Sondershausen. Die Grafen und Fürsten waren:

  1. 1571–1586: Graf Johann Günther I. (1532–1586), Sohn Günthers XL.
  2. 1586–1593: vormundschaftlich Johann und Anton von Oldenburg
  3. 1593–1642: Graf Christian Günther I. (1578–1642) (regiert gemeinsam mit seinen Brüdern Günther XLII., Anton Heinrich und Johann Günther II.)
  4. 1593–1642: Graf Günther XLII. (1570–1643)
  5. 1593–1638: Graf Anton Heinrich (1571–1638)
  6. 1593–1631: Graf Johann Günther II. (1577–1631)
  7. 1642–1666: Graf Anton Günther I. (1620–1666)
  8. 1666–1716: Graf Anton Günther II. (1653–1716) (regiert gemeinsam mit Christian Wilhelm)
  9. 1666–1720: Graf Christian Wilhelm (1647–1721), 1697 Erhebung Schwarzburgs in den Reichsfürstenstand
 10. 1720–1740: Fürst Günther I. (1678–1740), der bis zu seiner Ernennung zum Fürsten den Namen Graf Günther XLIII. (der Dreiundvierzigste) trug
 11. 1740–1758: Fürst Heinrich (1689–1758)

Leibärzte von Grafen von Schwarzburg-Sondershausen