Johannes Spenlin
| GND-Nummer(n) | Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert |
| Namensvariante(n) | Johannes Spönlin |
| Geburtsdatum | Geburtsdatum nicht bekannt |
| Geburtsort | Rottenburg |
| Sterbedatum | 1.1459 |
| Sterbeort | Reichenau |
Vita
Propst, Stiftspropst, Arzt, Theologe; geboren um 1380; Studium an der Artistenfakultät in Paris (?, ?); Bakkalaureat 1401; M.A. 1402; dann Studium der Theologie und der Medizin; Bakkalaureat in Medizin 1408; Bakkalaureat in Theologie vor 1410; Dr. med. vor 1415; spätestens 1410 wurde er Leibarzt bei Ludwig VII. (Bayern) (?, 1424), der sich in Paris aufhielt; 1415 kehrte er im Gefolge des Herzogs nach Ingolstadt zurück. Bereits 1422 ist er als Chorherr am Stuttgarter Heiligkreuzstift nachweisbar; 1429 erhielt er die Stuttgarter Propstwürde, wahrscheinlich wurde er dabei von seinem Pariser Studienkollegen Hans von Bottwar unterstützt; vor 1435 mußte er die Propstwürde abgeben und erhält das weniger bedeutende Kanonikat am Sindelfinger Stift; seit 1439 ist er verstärkt als Theologe tätig; Studium der Theologie in Heidelberg (1440, ?); Dr. theol. Heidelberg (1441); wurde 1444/45 Probst des Stiftes Herrenberg und gewann zusehens an Einfluß, verlor ihn aber aufgrund einer Protestschrift. Insgesamt ist über seine theologische Tätigkeit mehr bekannt als über seine medizinische.
Literatur
- PND
- Zitter 2000, 49-56
- Theodor Straub: Johann Spenlin. Ein Leben im Vorfeld der Reformation (zum 600. Geburtstag des ersten deutschen Ingolstädter Liebfrauenpfarrers), in: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt 90 (1981), S. 71-92. (detaillierte Ansicht)
Archivalien
- Stadtarchiv Ingolstadt: Urk. A 268: Spenlin war wohl auch als Rat tätig; zitiert nach Straub 1981