Gebhard Himsel I.
| GND-Nummer(n) | Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert |
| Namensvariante(n) | |
| Geburtsdatum | 1603 |
| Geburtsort | Magdeburg |
| Sterbedatum | 7.1.1676 |
| Sterbeort | Reval |
Vita
Studium der Medizin; Konrektor in Tangermünde; Dr. med.; seit dem 3.2.1632 Professor der Mathematik am Gymnasium in Reval; ging 1633 nach Abo um sich medizinisch weiterzubilden; kehrte 1634 nach Reval zurück; Stadtphysikus in Reval (1634, 1676); seit 1637 Oberaufsicht über die Ratsapotheke, die er von 1640-1649 für eigene Rechnung verwaltete. Er trat - wie später auch sein Nachfolger Johann Heinrich Happel - vehement gegen Kurpfuscherei auf, forderte die Einführung einer Apothekertaxe und einer Apothekenordnung und die Anstellung einer Hebamme. Er verfasste Kalender; gehörte zum Freundeskreis von Paul Flemming; er war zweimal verheiratet, in 2. Ehe mit Elisabet Stampeel; er hatte vier Söhne, von denen zwei - Gebhard Himsel II. und Georg Himsel - ebenfalls Ärzte wurden.
Literatur
- Brennsohn 1922, 210f.
- Martin Klöker: Literarisches Leben in Reval in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (1600 - 1657) : Institutionen der Gelehrsamkeit und Dichten bei Gelegenheit (2 Bde.), Tübingen 2005. (detaillierte Ansicht)
Archivalien
- Stadtarchiv Tallinn, B g Aerzte und Apotheker. Suppl. v. 7. Juli 1641