Melchior Guilandinus

Aus Ärztebriefe
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Grunddaten zu Melchior Guilandinus
GND-Nummer(n) Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert
Namensvariante(n) Melchior Wieland ; Melchior Ghilandini
Geburtsdatum Geburtsdatum nicht bekannt
Geburtsort Königsberg
Sterbedatum 25.12.1589
Sterbeort Padua

Vita

Abweichendes Geburtsdatum: c. 1519/1520; Geburtsort anderslt.: Marienburg

1544-Juli 1545 immatrikuliert in Königsberg (1544, ?): (Book::Erler 1910: 2).

Lt. RAG (E-Mail vom 3.11.2021) sind genaue Daten zum Studium in Italien (?, ?) und Dr med. in Bologna (1555) (wie bei Trevisan 1995 und Herrmann 2015 angegeben) nicht verifzierbar: "Als Zeuge taucht Wieland in Padua (?, ?) erstmals 1556 auf (Acta graduum IV.1, Nr. 593), in der Nationsmatrikel sogar erst 1563 (Rossetti Nr. 161), der Zusatz "Doctor" ist dort von späterer Hand. Unter den medizinischen Promotionen in Bologna bei Bronzino ist die Promotion 1555 (und auch insgesamt) nicht (!TW) zu finden. Als Zeuge in Padua wird er 1572 zum ersten Mal als art. et med. doct. bezeichnet (Acta graduum IV.2, Nr. 769), 1565 nur als "art. schol." (Acta graduum IV.1, Nr. 1417)." Er war in Padua Famulus von Gabriele Fallopio (1523-1562). Wieland kann man mit Recht als einen frühen professionellen „Botaniker“ bezeichnen, da er 1559-1561 im Auftrag der Universität Padua sowie der Republik Venedig in Ägypten, Palästina und der Levante nach Heilpflanzen und kommerziell verwertbaren Drogen forschte. Zuvor hatte er zu Forschungszwecken auch Deutschland, Italien, Griechenland und Kleinasien sowie ebenfalls die afrikanischen Küsten bereist, wie sein Korrespondent Konrad Gessner (1516-1565) 1556 berichtet, der Wielands auf seinen weiteren Reisen in Europa und rund ums Mittelmeer gesammelte Expertise sehr schätzte (www.aerztebriefe.de/id/00045404; www.aerztebriefe.de/id/00010906: p. 28) und sich auch Pflanzen aus Konstantinopel von ihm besorgen ließ (Gessner 1577: fol. 140v: www.aerztebriefe.de/id/00016322). Dort soll sich Wieland einige Zeit aufgehalten haben, bevor er im Jahr 1559 nach Afrika weiterreiste (www.aerztebriefe.de/id/00031842). Aus Kairo meldete sich Wieland am 2.6.1559 (www.aerztebriefe.de/id/00016516). Somit müsste Wieland spätestens Januar-Frühjahr 1559 Padua verlassen haben. Im September 1561 aus Afrika zurückgekehrt, wurde Wieland zeitlebens zum Aufseher des botanischen Gartens und Dozent für Botanik an der Universität Padua (1561, 1589).

Literatur

Archivalien

BU Bologna

Stadtbibliothek Nördlingen

  • XXXVII - Catalogus simplicium

Biblioteca Civica Belluno

  • 505, 55v-60v - Vita des Guilandinus (Iter 2,494)

Quellen

SBPK Berlin

Briefe

Briefe von Melchior Guilandinus

 EmpfängerStandortSignaturEditionAnmerkungLiteraturSeitenBearbeitung
Melchior Guilandinus an Unbekannt (1)UnbekanntBibl. Ambrosiana MailandS 109 sup.Iter Italicum: "S 109 sup. misc. XVI. Lat. and ital. letters of Paolo Manuzio, Melch. Guillandino, Franc. Patrizio, Vettori, Matt. Macigni, Oberto Gifanio, Paolo Ramusio." Die Hs. ist noch nicht vollständig in ambrosiana.comperio.it, dort bisher keine Wielandbriefe. 5.3.24 USunbearbeitet