Gregor Klett

Aus Ärztebriefe
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Grunddaten zu Gregor Klett
GND-Nummer(n) Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert
Namensvariante(n)
Geburtsdatum 1467
Geburtsort Geburtsort nicht bekannt
Sterbedatum 1513
Sterbeort Görlitz

Vita

KEIN ARZT:

"K. erlangte v.a. für die Wissenschaftsgeschichte Bedeutung, denn die von ihm überlieferten „Alchimistenbriefe“ stellen die älteste deutschsprachige Korrespondenz zwischen Alchemikern dar. – K. studierte 1482 in Leipzig und hielt sich um 1490 in Mainz auf, er war Lizentiat der Jurisprudenz. Spätestens seit 1496 fungierte er als Syndikus in Bautzen. Nach dem Tod seiner ersten Frau und seines Sohns ging er 1497 als Oberstadtschreiber (protonotarius) nach Görlitz, wo er das Bürgerrecht erwarb und die älteste Tochter des mehrfach als Bürgermeister tätigen Georg Emerich heiratete. In der Folgezeit war K. bis zu seinem Tod als Ratsherr mehrfach Schöffe und Ältester. Das Stadtschreiberamt gab er 1509 auf. Er bewohnte den Brauhof Untermarkt 19. Außerdem gehörten ihm das Dorf Hennersdorf (poln. Jędrzychowice), vier Teiche und eine Mühle. – Für die Wissenschaftsgeschichte sind K.s. sog. Alchimistenbriefe von herausragender Bedeutung. Diese aus den Jahren 1496 bis 1506 stammenden zwölf Briefe, die vielleicht an den Mainzer Arzt und Humanisten Dietrich Gresemund d.Ä. gerichtet waren, sind die ältesten deutschsprachigen Zeugnisse eines brieflich geführten Erfahrungsaustauschs zwischen Alchemikern. Hauptthema der Briefe sind chemische Verfahren zur Gewinnung des „Steins der Weisen“ (Lapis philosophorum), einer Substanz, mit der man unedle Metalle in edle zu verwandeln hoffte. Die traktatartigen Briefe bezeugen K.s umfangreiche Kenntnisse der zeitgenössischen Alchemieliteratur und deren kritische Reflexion. Die Autorschaft weiterer überlieferter oder nur von anderen erwähnter Werke ist unsicher. R. Gelius hält es für unwahrscheinlich, dass K. selbst laborierte, er hält ihn vielmehr für den Literaturkundigen innerhalb einer Gemeinschaft von Alchemikern, in der sein Schwiegervater Emerich der eigentliche Betreiber eines Labors gewesen sein soll. In den Görlitzer Quellen wird allerdings weder K.s. noch Emerichs Betätigung als Alchemiker erwähnt."

(Christian Speer, 2014 - http://saebi.isgv.de/biografie-druck/Gregor_Klett_%281467-1513%29)

Literatur

Briefe an Gregor Klett

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Diverse an Gregor Klett (1)DiverseUB HeidelbergCod. Pal. Germ. 797Alchemischer Briefwechsel; Einzelnes siehe auf der Personenseite Klett!unbearbeitet