Josef Grünpeck
| GND-Nummer(n) | Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert |
| Namensvariante(n) | Joseph Grünpeck ; Joseph Gruenpeckh ; Joseph Grinpeck |
| Geburtsdatum | 1473 |
| Geburtsort | Burghausen |
| Sterbedatum | 1532 |
| Sterbeort | Steyr |
Vita
Sterbeort mutmaßlich; Lebensdaten: ca.
Lt. RAG: Studium Ingolstadt (1487, 1491); 1488 dort Bakk, 1491 dort Mag.; 1494 immatr. in Krakau (1494, ?), Reise nach Italien; Dr. med., 1496 lehrte er als Professor Rhetorik in Ingolstadt (?, ?), floh aber noch im gleichen Jahr vor der Syphilis nach Augsburg (?, ?), wo er Kinder von Patriziern unterrichtete. Seit 1497 kaiserl. Schreiber (Amanuensis), Historiograph und Kaplan Maximilians I. in Wien (?, ?), der ihn 1498 in Freiburg im Breisgau zum Poeta laureatus krönte; im selben Jahr immatr. in Köln (?, ?). In Wien schloss er sich der von Celtis gegründeten Sodalitas litteraria Danubiana an; 1500-1510 Pfründer als Kanoniker in Altötting. 1501 erkrankte er (nach »einem Gelage, an dem außer Bacchus und Ceres auch Venus teilnahm«, in Augsburg) an der Syphilis, zog sich nach Burghausen zurück und heilte sich bis 1503 angeblich selbst. 1504 machte ihm der Kaiser die Spitalmühle in Steyr zum Geschenk. Dort verstarb er und verbrachte seine letzten Jahre neben Aufenthalten in folgenden Städten: 1506 Augsburg, 1507 Nürnberg (?, ?), 1507 Konstanz (?, ?), 1508 und 1511 Regensburg (?, ?), 1514 Einsiedeln (?, ?) und Baden AG (?, ?), 1515 Landshut (?, ?).
Abweichende Lebensdaten: als Kalendermacher belegt 1532-1540 (Hellmann 1924, 27)
Dr. med. fraglich: wo? In der Syphilisschrift von 1496 nur Magister! s. DS
Literatur
- RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngAQ9R173ZI9mpwuuAzpjYmL1ZN
- Boehm 1998, 159 f.
- Deutscher Humanismus 1480-1520. Verfasserlexikon. Hg. von FJ Worstbrock, Bd. 1, Berlin / New York 2008, Sp. 971-992
- Killy, Literaturlexikon, Bd. 4: 395
- PND
- NDB 7 (1966), S. 202 f.