Christian II. (Anhalt-Bernburg)
Christian II., Fürst von Anhalt-Bernburg, auch Christian der Andere oder der Jüngere (* 11. August 1599 in Amberg, Oberpfalz; † 21. September 1656 in Bernburg) war regierender Fürst von Anhalt-Bernburg.
Er war der Sohn von Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg und Anna, Gräfin von Bentheim-Tecklenburg.
Von seinem 19. Lebensjahr an verbrachte er den größten Teil seines Lebens im Dreißigjährigen Krieg, der für ihn mit der Schlacht am Weißen Berge (1620) begann, deren Verlust die Ächtung und Verbannung seines Vaters Christian I. von Anhalt-Bernburg ins Exil zur Folge hatte. Der jüngere Christian, der zwei Regimenter an seines Vaters Seite kommandiert hatte, geriet in Gefangenschaft, doch gelang es ihm, in Wien die Gunst Kaiser Ferdinands II. zu erlangen, und noch 1621 wieder nach Bernburg zurückzukehren.
Durch seinen Onkel, Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen wurde er unter dem Gesellschaftsnamen <Der Unveränderliche> in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen.
Nach dem Tod seines Vaters im April 1630 übernahm er die Regierung des Fürstentums Anhalt-Bernburg.
Sein 14 Bände umfassendes Tagebuch ist bis heute erhalten und bietet eine wertvolle Quelle zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges.
Christian II. heiratete Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1603–1675), die Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg; aus der Ehe gingen 15 Kinder hervor, von denen die meisten im Kindesalter starben.
Überlebt haben:
- Viktor I. Amadeus (1634–1718), Fürst von Anhalt-Bernburg ∞ 1667 Pfalzgräfin Elisabeth von Zweibrücken (1642–1677)
- Eleonore Hedwig (1635–1685)
- Ernestine Auguste (1636–1659)
- Angelika (1639–1688)
- Anna Sophia (1640–1704) ∞ 1664 Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnenwalde (1626–1688)
- Karl Ursinus (1642–1660)
- Anna Elisabeth (1647–1680) ∞ 1672 Herzog Christian Ulrich I. von Württemberg-Bernstadt (1652–1704)
Quelle: Christian II. (Anhalt-Bernburg) 31.5.2012