Wilhelm von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach
Wilhelm von Brandenburg-Ansbach (* 30. Juni 1498 in Ansbach; † 4. Februar 1563 in Riga) war von 1539 bis 1561 letzter Erzbischof von Riga. Er war ein Sohn des Markgrafen Friedrich des Älteren von Ansbach und Bayreuth (1460–1536) und dessen Frau Sophia (1464–1512), Tochter des Königs Kasimir IV. von Polen.
Wilhelm wurde nach dem Tod von Erzbischof Thomas Schöning 1539 zum Erzbischof von Riga gewählt. Der Rat der Stadt Riga verweigerte dem Hohenzollern allerdings seine Huldigung und weigerte sich, die Kapitelgüter herauszugeben. 1541 schloss sich Riga dem Schmalkaldischen Bund an, was die Position der Stadt verstärkte. Nach langen Verhandlungen kam es schließlich 1546 zum Vertrag von Neuermühlen mit der Anerkennung Wilhelms durch den Rat von Riga. Ein Jahr später konnte Wilhelm feierlich in Riga einziehen. Er berief 1546 mit Christoph zu Mecklenburg einen auswärtigen Fürsten zu seinem Koadjutor, was zum Protest des Deutschen Ordens führte. Da Wilhelm bei seinen Verwandten, dem Herzog von Preußen und dem König von Polen, um Hilfe ersuchte, kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Hochmeister Heinrich von Galen ließ den Erzbischof und seinen Koadjutor 1556 gefangensetzen. Nachdem der König von Polen sein Heer auf Livland rücken ließ, entließ Galens Nachfolger Johann Wilhelm von Fürstenberg beide aus der Haft. Im Vertrag von Poswol 1557 wurden Wilhelm und Christoph wieder in ihren Ämtern anerkannt.
Quelle: de.wikipedia.org, Art.: Wilhelm von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach, 12.10.2011