Willibald Pirckheimer
| GND-Nummer(n) | Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert |
| Namensvariante(n) | |
| Geburtsdatum | 4.12.1470 |
| Geburtsort | Eichstätt |
| Sterbedatum | 22.12.1530 |
| Sterbeort | Nürnberg |
Vita
Als Sohn des Anwalts Johannes Pirckheimer in der fürstbischöflichen Residenzstadt Eichstätt geboren, durchlief Willibald Pirckheimer ein siebenjähriges Studium in Italien, an den Universitäten in Padua und Pavia. Er folgte damit einer Familientradition, die sein Großonkel Thomas Pirckheimer etabliert hatte, der sich als erster juristischen und humanistischen Studien in Italien zugewandt hatte. Seine ältere Schwester Caritas Pirckheimer war Äbtissin des Nürnberger Klaraklosters. Vermutlich 1495 begegnete er erstmals Albrecht Dürer.
Er war Mitglied eines Kreises von Nürnberger Humanisten, dem auch Conrad Celtis, Sebald Schreyer (1446–1520) und Hartmann Schedel, der Verfasser der Schedelschen Weltchronik, angehörten. Er übersetzte zahlreiche klassische Werke ins Deutsche sowie griechische Werke ins Lateinische. In diesem Zusammenhang ist seine Herausgabe der Geographia von Ptolemäus im Jahre 1525 zu erwähnen. Kaiser Maximilian I. beriet sich mit ihm über literarische Fragen.
1499 wurde Pirckheimer vom Nürnberger Magistrat zum Kommandanten des reichsstädtischen Truppenkontingents im Schwabenkrieg gegen die Eidgenossen ernannt, in der Landgrafschaft Klettgau plünderten seine Truppen mehrere Dörfer, so vor allem Rechberg. Er erhielt bei seiner Rückkehr einen goldenen Pokal überreicht. Eine Anspielung darauf findet sich möglicherweise in Dürers Stich Nemesis um 1502.
Da Dürer keine klassische Ausbildung genossen hatte, wird üblicherweise angenommen, dass die zahlreichen klassischen und humanistischen Anspielungen in seinen Werken auf Gespräche mit Pirckheimer zurückgehen; als Ausnahme hierzu gilt hauptsächlich Melencolia I. Pirckheimer lieh Dürer das Geld für dessen zweite Italienreise um 1506-07, und zehn Briefe von Dürer an Pirckheimer aus Italien bezeugen ihre enge Freundschaft.
Briefe an Willibald Pirckheimer
| Absender | Standort | Signatur | Edition | Anmerkung | Literatur | Seiten | Bearbeitung | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Georg Sibutus an Willibald Pirckheimer (1) | Georg Sibutus | Heumann 1758 | Gedicht; lt. ADB und Heumann S. 116 war Sibutus auch Arzt; VLHum 2 abwarten! | unbearbeitet / Gedicht | ||||
| Joachim Camerarius I. an Willibald Pirckheimer (1) | Joachim Camerarius I. | Heumann 1758 | 8.12.1525; wohl aus PP der StB N; Hinweis auf weiteren Brief ebd., Commentatio isagogica, S. 106 OCEp 2774-2775 | in OCEp |