Caspar Bauhin

Aus Ärztebriefe
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Datei:Bauhin.jpg

PND-Nummer: ; Namensvarianten: Casparus Bauhinus; Geburtsdatum: 17. 1. 1560 in Basel; Sterbedatum: 5. 12. 1624 in Basel Quelle:

Vita

Jean Bauhins d.Ä. immatr. Basel (1572, 1577) unter dem Rektorat von Theodor Zwinger, 1575 Bacc., 1576 M.A., dann immatr. in der med. Fakultät, wo er Anatomie bei seinem Bruder und Felix Platter erlernt, Sept. Padua (1577, ?) bei Fabricius ab Aquapendente, nimmt dort an sieben Sektionen teil (Hess, Kaspar Bauhin’s Leben und Charakter: 17). 1578(/9?) kurz in Bologna, trifft dort Aldrovandi, Florenz, dann zurück in Basel, kurz in Montpellier (1579, ?), dann ab Juli in Paris bis März 1580, dann Mömpelgard, wo er seine spätere erste Frau Barbara Vogelmann (1561-1594; aus Mömpelgard, Tochter eines Ritters und Kanzler des Herzogs von Württemberg (Heß, Kaspar Bauhin’s Leben und Charakter: 22-29), mit der er 1577 dort Bekanntschaft geschlossen hatte (zum Briefwechsel: ebd.: 24-29, 34f.) kennenlernt, Mai 1580 Tübingen, dann Praxis Basel (?, ?) in Vertretung seines erkrankten Vaters († 1581); Dr. med. Basel (1581) unter Felix Platter Apr. 1581 war Voraussetzung für die Eheschließung mit Barbara Vogelmann, zwei Töchter. Griechischprofessur (für 35 Gulden), lehrt daneben „privatim“ (also ohne feste Bezahlung durch die Universität) Anatomie und Botanik und führt erfolgreich die Praxis des verstorbenen Vaters weiter, 1582 Pestarzt Basel (1582, ?). Feb 1584 Aufnahme ins Collegium medicum, 1586 med. Dekan, 1596 erneute Ehe mit Maria Brüggler aus Bern († 1597), dann (wann genau?) Magdalena Burckhardt († 1639), Tochter von Hieronymus Burckhardt, fünf Kinder, die außer Johann Caspar (*1606) früh sterben. 1588 wird Stupanus Nachfolger Zwingers, da Bauhin lieber seine bisherige Lehre fortführt und wohl auf die dritte Professur Basel (1589, ?) spekuliert, bittet um Verminderung des Lehrdeputats, erhält 148 Pfund / 185 Gulden; 1591 Beschwerde der Kollegen wegen Vernachlässigung seiner Pflichten (Fuchs-Eckert, Caspar Bauhin: 326f.). War 4 x Rektor, 9 x Dekan, 1614 wird er - gegen seinen Willen – zum Nachfolger Felix Platters als erster Professor und Archiater ernannt, seit 1595 württembergischer Herzog von Württemberg (1595, ?) (Pfeilsticker, Dienerbuch, § 327): Leibarzt Herzog Ludwig Friedrichs ab 1613), wahrscheinlich auch bei Langraf Moritz von Hessen-Kassel (?, ?) (ebd.: 57). Lt. Burckhardt (Geschichte der medizinischen Fakultät zu Basel: 121) war er eher Sammler, Registrator und Systematiker, – trotz erfolgreicher Praxis und umfangreichen Briefwechsels wird er als unzugänglicher (?TW) Mensch beschrieben.

Werke

div.

Literatur

  • Burckhardt, Geschichte der medizinischen Fakultät zu Basel: 95-123
  • Fuchs-Eckert, Caspar Bauhin
  • Hess, Kaspar Bauhin’s Leben und Charakter:

Briefe