Valerius Cordus

Aus Ärztebriefe
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Grunddaten zu Valerius Cordus
GND-Nummer(n) 118670085
Namensvariante(n)
Geburtsdatum 18.2.1515
Geburtsort Simtshausen
Sterbedatum 25.9.1544
Sterbeort Rom

Vita

Sohn von Euricius Cordus und Bruder von Philippus Cordus.

Studium in Marburg (1529, ?); Studium in Leipzig (1533, 1539) und Mitarbeit in der Apotheke seines Onkels. Studium und Lehrtätigkeit für Botanik und Pharmazie in Wittenberg (1539, 1543); 1543 Beginn einer Italienreise; in Nürnberg Anstoss zur ersten Pharmakopoe: vgl. dazu Friedrich/Müller-Jahncke 2005, 199-203; Philipp 1961, 39-48.

Nach seinem (frühen) Tod in Rom (durch Hufschlag) erhielt Konrad Gesner von Wolfgang Meurer, der Cordus kurz vor seinem Tod in Rom gesehen hatte, den Nachlass (vgl. Hanhart 1824, 322: Brief an den Arzt Johannes Kentmann vom 28. August 1561) und gab einige seiner Schriften heraus. Begraben in S. Maria dell'Anima in Rom; sein Epitaph bei Lorent 1844, 33.

Anderslautend: Der Dioskurides-Kommentar des Valerius Cordus war zuerst 1559 in Straßburg gedruckt worden. Die weiteren Manuskripte sowie Nachrichten über das Ableben und das Grab des Cordus in Rom hatte Johannes Crato an Geßner geschickt, der mit Cordus in Wittenberg auch persönlich Bekanntschaft gemacht hatte: vgl. CORDUS 1561, Bl. B ii r: Brief von Johannes Crato an Geßner, 18.10.1559 = DS 28593.

Werke

  • Dispensatorium Cordi, weitverbreitetes Handbuch zur Zubereitung von Arzneimitteln.
  • Valerii Cordi Simesusis Annotationes in Dioscuridem, Zürich 1561.

Literatur

Archivalien

Ehem. Archiv Zerbst

Briefe

Brieflicher Bericht des Astronomen Hieronymus Schreiber († 1547) an Wolfgang Meurer über Cordus' Sterben vom 1. Dezember 1544, in: Hanhart 1824, 232-240. = DS 20441