Johann Bauhin (1541-1612): Unterschied zwischen den Versionen

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Älterer Sohn des Arztes [[Jean Bauhin]]; älterer Bruder von [[Caspar Bauhin]]; Studium der Philosophie in [[Studium::Basel; 1554]]; dann Studium der Medizin und Botanik in [[Studium::Basel; 1558]], dann [[Studium::Tübingen; 1560]], wo er u.a. [[Botanik]] bei [[Leonhart Fuchs]] studierte; seit 1560 bekannt mit [[Conrad Gesner]], mit dem er gemeinsame Ausflüge macht; Studium der Anatomie und Botanik in [[Studium::Montpellier; 1562]] bei Guillaume Rondelet, einem Studienfeund von [[Rauwolf]] (gemeinsames Botanisieren lt. [[Hasler 1963]] in Schriften Bauhins belegt); Dr. med. [[Doktor::Valence; 1562]], wobei die Ortsangabe unsicher ist; dann [[Basel]]; Studium in [[Studium::Padua; 1562]] bei [[Ulisse Aldrovandi]]; 1563 [[Ferrara]], [[Bologna]] und [[Parma]]; dann wieder [[Basel]]; Stadtarzt in [[Stadtarzt::Lyon; 9.1563]] und Pestarzt in [[Praxis::Lyon; 1563]] (vgl. [[Hasler 1963]], 9-12); in Lyon hatte er Kontakt zu dem Botaniker [[Jacques Daléchamps]]; 1565 Heirat mit [[Denyse Bornand]], aus der Ehe gingen elf Kinder hervor. 1568-1570 Stadtarzt in [[Stadtarzt::Genf; 1568; 1570]], Pestarzt in [[Praxis::Genf]] und Dozent in [[Professor::Genf]]; wird (aus Glaubensgründen?) unehrenhaft entlassen; 1570 Rückkehr nach [[Basel]] (zwei Sektionen mit Platter); Professor für Rhetorik in [[Professor::Basel]] und Professor für Medizin in [[Professor::Basel; 1571]]; von 1571 bis zu seinem Tode lebte er in [[Mömpelgard]]; Stadtarzt in [[Stadtarzt::Mömpelgard; 1572]]; Leibarzt bei Herzog [[Leibarzt::Friedrich I. (Württemberg); 1572]]; Oberaufsicht des Ärztekollegiums; 1578 Gründung des botanischen Gartens, dessen Direktor er wird. 1596 zweite Ehe mit [[Anna-Grégoire Chambert]], die kinderlos bleibt. Publikationen seit 1591, vor allem zur Botanik ([[Hasler 1963]], 16-19); der große Pflanzenkatalog erscheint aber erst posthum.  
Älterer Sohn des Arztes [[Jean Bauhin]]; älterer Bruder von [[Caspar Bauhin]]; Studium der Philosophie in [[Studium::Basel; 1554]]; dann Studium der Medizin und Botanik in [[Studium::Basel; 1558]], dann [[Studium::Tübingen; 1560]], wo er u.a. [[Botanik]] bei [[Leonhart Fuchs]] studierte; seit 1560 bekannt mit [[Conrad Gesner]], mit dem er gemeinsame Ausflüge macht; Studium der Anatomie und Botanik in [[Studium::Montpellier; 1562]] bei Guillaume Rondelet, einem Studienfeund von [[Rauwolf]] (gemeinsames Botanisieren lt. [[Hasler 1963]] in Schriften Bauhins belegt); Dr. med. [[Doktor::Valence; 1562]], wobei die Ortsangabe unsicher ist; dann [[Basel]]; Studium in [[Studium::Padua; 1562]] bei [[Ulisse Aldrovandi]]; 1563 [[Ferrara]], [[Bologna]] und [[Parma]]; dann wieder [[Basel]]; Stadtarzt in [[Stadtarzt::Lyon; 9.1563]] und Pestarzt in [[Praxis::Lyon; 1563]] (vgl. [[Hasler 1963]], 9-12); in Lyon hatte er Kontakt zu dem Botaniker [[Jacques Daléchamps]]; 1565 Heirat mit [[Denyse Bornand]], aus der Ehe gingen elf Kinder hervor. 1568-1570 Stadtarzt in [[Stadtarzt::Genf; 1568; 1570]], Pestarzt in [[Praxis::Genf]] und Dozent in [[Professor::Genf]]; wird (aus Glaubensgründen?) unehrenhaft entlassen; 1570 Rückkehr nach [[Basel]] (zwei Sektionen mit Platter); Professor für Rhetorik in [[Professor::Basel]] und Professor für Medizin in [[Professor::Basel; 1571]]; von 1571 bis zu seinem Tode lebte er in [[Mömpelgard]]; Stadtarzt in [[Stadtarzt::Mömpelgard; 1572]]; Leibarzt bei Herzog [[Leibarzt::Friedrich I. (Württemberg); 1572]]; Oberaufsicht des Ärztekollegiums; 1578 Gründung des botanischen Gartens, dessen Direktor er wird. 1596 zweite Ehe mit [[Anna-Grégoire Chambert]], die kinderlos bleibt. Publikationen seit 1591, vor allem zur Botanik ([[Hasler 1963]], 16-19); der große Pflanzenkatalog erscheint aber erst posthum.  
Aufenthalte in Zürich im Juni 1560 und Mai 1563: vgl. [[Durling 1965]], S. 136, 144 Einträge in das "Liber amicorum" von [[Konrad Gessner]].


Als Geburtsort wird auch [[Leiden]] angegeben und auch beim Sterbedatum gibt es Abweichungen. So finden sich auch folgende Daten: 10./26.8.1612/1613.
Als Geburtsort wird auch [[Leiden]] angegeben und auch beim Sterbedatum gibt es Abweichungen. So finden sich auch folgende Daten: 10./26.8.1612/1613.

Version vom 10. September 2019, 07:26 Uhr

Grunddaten zu Johann Bauhin (1541-1612)
GND-Nummer(n) Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert
Namensvariante(n) Jean Bauhin
Geburtsdatum 12.2.1541
Geburtsort Basel
Sterbedatum 26.10.1612
Sterbeort Mömpelgard

Vita

Älterer Sohn des Arztes Jean Bauhin; älterer Bruder von Caspar Bauhin; Studium der Philosophie in Basel (1554, ?); dann Studium der Medizin und Botanik in Basel (1558, ?), dann Tübingen (1560, ?), wo er u.a. Botanik bei Leonhart Fuchs studierte; seit 1560 bekannt mit Conrad Gesner, mit dem er gemeinsame Ausflüge macht; Studium der Anatomie und Botanik in Montpellier (1562, ?) bei Guillaume Rondelet, einem Studienfeund von Rauwolf (gemeinsames Botanisieren lt. Hasler 1963 in Schriften Bauhins belegt); Dr. med. Valence (1562), wobei die Ortsangabe unsicher ist; dann Basel; Studium in Padua (1562, ?) bei Ulisse Aldrovandi; 1563 Ferrara, Bologna und Parma; dann wieder Basel; Stadtarzt in Lyon (September 1563, ?) und Pestarzt in Lyon (1563, ?) (vgl. Hasler 1963, 9-12); in Lyon hatte er Kontakt zu dem Botaniker Jacques Daléchamps; 1565 Heirat mit Denyse Bornand, aus der Ehe gingen elf Kinder hervor. 1568-1570 Stadtarzt in Genf (1568, 1570), Pestarzt in Genf (?, ?) und Dozent in Genf (?, ?); wird (aus Glaubensgründen?) unehrenhaft entlassen; 1570 Rückkehr nach Basel (zwei Sektionen mit Platter); Professor für Rhetorik in Basel (?, ?) und Professor für Medizin in Basel (1571, ?); von 1571 bis zu seinem Tode lebte er in Mömpelgard; Stadtarzt in Mömpelgard (1572, ?); Leibarzt bei Herzog Friedrich I. (Württemberg) (1572, ?); Oberaufsicht des Ärztekollegiums; 1578 Gründung des botanischen Gartens, dessen Direktor er wird. 1596 zweite Ehe mit Anna-Grégoire Chambert, die kinderlos bleibt. Publikationen seit 1591, vor allem zur Botanik (Hasler 1963, 16-19); der große Pflanzenkatalog erscheint aber erst posthum.

Aufenthalte in Zürich im Juni 1560 und Mai 1563: vgl. Durling 1965, S. 136, 144 Einträge in das "Liber amicorum" von Konrad Gessner.

Als Geburtsort wird auch Leiden angegeben und auch beim Sterbedatum gibt es Abweichungen. So finden sich auch folgende Daten: 10./26.8.1612/1613.

Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_bekannter_Leibärzte

Werke

  • Historia plantarum

Literatur

  • Felix Hasler / Marie-Louise PortmannJohannes Bauhin d.J. (1541-1613). Seine soziale Bedeutung als behördlicher Arzt, Balneologe und Botaniker, in: Gesnerus 20 (1963), S. 1-21. (detaillierte Ansicht)
  • Ernest WickersheimerJean Bauhin et le contrôle des compositions médicinales à Montbéliard, in: Revue d'histoire des sciences, 5 (1952), S. 234-2xx. (detaillierte Ansicht)

Briefe

Briefwechsel mit Gesner, ediert in: Bauhin, De plantis a Divis Sanctisve nomen habentibus, Basel 1591; Trew: 7 an Cam II, Caspar, Johann Caspar Bauhin (vor allem an Camerarius d.J., Ludwig Jungermann und Leonhard Dold): Schmidt-Herrling: 29f.