Bartholomaeus Gernhard: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 6. August 2015, 11:04 Uhr
Bartholomäus Gernhard, geb. 1525 in Neustadt a. O., † den 31. März 1600, Pfarrer in Oberweimar. Er studierte in Eger und Leipzig, zuerst Rechtswissenschaft, dann Theologie. 1557 erhielt er als tüchtiger und beliebter Kanzelredner von der Gräfin Katharina von Schwarzburg, „der Heldenmüthigen“, geb. Fürstin von Henneberg, den Ruf zum Pfarrer nach Rudolstadt. Hier widmete er als eifrigster und ehrlicher Lutheraner alle Kraft seiner amtlichen Thätigkeit, wurde aber auch der Urheber und Führer des die ganze Bewohnerschaft Rudolstadts und der Umgegend aufregenden, merkwürdigen Wucherstreits, welcher hier mehr als in anderen thüringischen Ortschaften seinen Höhepunkt erreichte. Nach zahlreichen Auseinandersetzungen erfolgte die Entlassung Gernhards. Er folgte 1567 einem Rufe an den weimarischen Hof, begleitete 1568 den Herzog Johann Wilhelm als Feldprediger nach Frankreich und wohnte 1570 dem Reichstage zu Speyer bei. Zufolge der von Kurfürst August angeordneten Kirchenvisitation verlor er nebst vielen des Flacianismus beschuldigten Geistlichen 1573 seine Stelle, lebte in Zellerode und Gera, bis er 1577 unter dem Schutze der Herzogin Dorothea Susanna wieder zurückberufen wurde. 1581 wiederum aus Weimar vertrieben, lebte er in Pirna und Borna als Superintendent, wurde aus Meißen durch den Calvinismus vertrieben, hielt sich dann in Eisleben, Halle, Zwickau und Naumburg auf, bis er 1591 auf Wunsch der Herzogin Dorothea Susanna als Pfarrer nach Oberweimar kam, wo er den 31. März 1600 starb.
Quelle: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gernhard,_Bartholom%C3%A4us&oldid=1706393, 13.6.2012