Josef Grünpeck: Unterschied zwischen den Versionen

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Tilmann Walter (Diskussion | Beiträge)
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== Vita ==
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Humanist; Mediziner; Astrologe; Historiograph: Studium [[Studium::Ingolstadt; 1491]] (1491 dort M.A. 1491) und [[Studium::Krakau]], Reise nach Italien. 1496 lehrte er Rhetorik in Ingolstadt, floh aber noch im gleichen Jahr vor der Syphilis nach Augsburg, wo er Kinder von Patriziern unterrichtete.  
Lebensdaten: ca.; Studium [[Studium::Ingolstadt; 1487; 1491]] 1488 dort Bakk, 1491 dort M.A. und [[Studium::Krakau; 1494]], Reise nach Italien; Dr. med., 1496 lehrte er Rhetorik in Ingolstadt, floh aber noch im gleichen Jahr vor der Syphilis nach Augsburg, wo er Kinder von Patriziern unterrichtete. Kaiserl. Schreiber, Historiograph u. Kaplan Maximilians I., der ihn 1498 zum Poeta laureatus krönte. In Wien gehörte er der von Celtis gegründeten Sodalitas litteraria Danubiana an. 1501-1510 Pfründe als Kanoniker in Altötting. 1501 erkrankte er (nach »einem Gelage, an dem außer Bacchus und Ceres auch Venus teilnahm«) an der Syphilis, zog sich nach Burghausen zurück und heilte sich bis 1503 angeblich selbst. 1504 machte ihm der Kaiser die Spitalmühle in Steyr zum Geschenk. Dort verbrachte er nach Aufenthalten in zahlreichen süddt. u. Schweizer Städten (Auflistung bei: Boehm 1998) seine letzten Jahre.
 
Kaiserl. Schreiber, Historiograph u. Kaplan Maximilians I., der ihn 1498 zum Dichter krönte. In Wien gehörte er der von Celtis gegründeten Sodalitas litteraria Danubiana an. 1501-1510 Pfründe als Kanoniker in Altötting.  
 
1501 erkrankte er (nach »einem Gelage, an dem außer Bacchus und Ceres auch Venus teilnahm«) an der Syphilis, zog sich nach Burghausen zurück und heilte sich bis 1503 angeblich selbst. 1504 machte ihm der Kaiser die Spitalmühle in Steyr zum Geschenk. Dort verbrachte er nach Aufenthalten in süddt. u. Schweizer Städten seine letzten Jahre.


Abweichende Lebensdaten: als Kalendermacher belegt 1532-1540 ([[Journal Article::Hellmann 1924]], 27)
Abweichende Lebensdaten: als Kalendermacher belegt 1532-1540 ([[Journal Article::Hellmann 1924]], 27)
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* PND
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* Killy, Literaturlexikon, Bd. 4: 395
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* [[Boehm 1998]], 159 f.


== Archivalien ==  
== Archivalien ==  

Version vom 6. Februar 2014, 14:29 Uhr

Grunddaten zu Josef Grünpeck
GND-Nummer(n) Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert
Namensvariante(n) Joseph Grünpeck ; Joseph Gruenpeckh ; Joseph Grinpeck
Geburtsdatum 1473
Geburtsort Burghausen
Sterbedatum 1532
Sterbeort wohl: Steyr

Vita

Lebensdaten: ca.; Studium Ingolstadt (1487, 1491) 1488 dort Bakk, 1491 dort M.A. und Krakau (1494, ?), Reise nach Italien; Dr. med., 1496 lehrte er Rhetorik in Ingolstadt, floh aber noch im gleichen Jahr vor der Syphilis nach Augsburg, wo er Kinder von Patriziern unterrichtete. Kaiserl. Schreiber, Historiograph u. Kaplan Maximilians I., der ihn 1498 zum Poeta laureatus krönte. In Wien gehörte er der von Celtis gegründeten Sodalitas litteraria Danubiana an. 1501-1510 Pfründe als Kanoniker in Altötting. 1501 erkrankte er (nach »einem Gelage, an dem außer Bacchus und Ceres auch Venus teilnahm«) an der Syphilis, zog sich nach Burghausen zurück und heilte sich bis 1503 angeblich selbst. 1504 machte ihm der Kaiser die Spitalmühle in Steyr zum Geschenk. Dort verbrachte er nach Aufenthalten in zahlreichen süddt. u. Schweizer Städten (Auflistung bei: Boehm 1998) seine letzten Jahre.

Abweichende Lebensdaten: als Kalendermacher belegt 1532-1540 (Hellmann 1924, 27)

Literatur

  • PND
  • Killy, Literaturlexikon, Bd. 4: 395
  • Boehm 1998, 159 f.

Archivalien

Briefe