Petrus Lotichius Secundus: Unterschied zwischen den Versionen

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== Literatur ==
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* [[Denecke 1992]], 227
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Version vom 18. Oktober 2012, 08:33 Uhr

Grunddaten zu Petrus Lotichius Secundus
GND-Nummer(n) Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert
Namensvariante(n) Peter Lotz ; Peter Schlüchter
Geburtsdatum 2.11.1528
Geburtsort Schlüchtern
Sterbedatum 7.11.1560
Sterbeort Heidelberg

Vita

Sohn eines Bauern aus Schlüchtern in der Grafschaft Hanau; Immatrikulation in Marburg (1544, ?), womöglich war er nach 1544 in Leipzig (?, ?); Immatrikulation in Wittenberg (14 Mai 1546, ?); nach Beendigung des Schmalkaldischen Krieges nimmt er sein Studium in Wittenberg (1547, ?) wieder auf; 1549 Magister Artium; Frühjahr 1550 bis Herbst 1554 Studienreise durch Frankreich im Gefolge des Neffen des Würzburger Domherrn Michael von Stiebar, hier u.a. Studium der Medizin in Paris (?, ?) und Montpellier (1551, 1554), erwähnt in Felix Platters Tagebuch (S. 203f.): Platter, der nicht weiß, wer L. ist, soll 1554 seine Verse verbessern: Als er merkt, dass „zierlich beschißen“ wurde, geht er zu ihm, sagt, „wie ich domol im brauch zereden von Basel gebrocht: ‚io vetter’; do er sagt: ‚nit vetter, aber euwer schwager will ich sein’, hernoch mich nit anderst schimpfwis müntlich und schriftlich genent.“ (204). Ab 1554 Padua; lt. Drüll 2002 Dr. med. Padua (1555); Dr. med. Bologna (?) 1554 oder 1556 [T.W.?]; 1556 Rückkehr nach Schlüchtern; Leibarzt beim Bischof Melchior Zobel von Giebelstadt (?, 1558) in Würzburg; kurpfälzischer Leibarzt in Heidelberg (1558, 1560); Prof. med. (3. Professur) in Heidelberg (1557, 1560); lt. Gunnoe 2011 war er Dekan und Professor der Medizin in Heidelberg (1560, ?); starb früh in Folge einer ihm in Bologna irrtümlich zugefügten Vergiftung; er war unverheiratet

Literatur

Werke

  • Bekannt als neulateinischer Dichter (Elegien), hinterließ er nur eine med. Schrift: Theses medicae (Heidelberg 1559); stand unter Einfluss von Carolus Clusius, daher botanische Interessen.
  • Iac. Mycillus (!), Certamen sagittariorum celebratum Heidelbergae anno 1554... additum est eiusdem carmen de inclyta urbe Argentorato... item epicedion Mycilli scriptum a Petro Lotichio secundo. Wittenberg: Schünck, 1561. - HAB Wolfenbüttel: K 64.4° Helmst. (17)

Archivalien

Briefe

Briefe an ihn: Camerarius: Epistolae familiares (1583): Exzerpt; Trew: 1 Brief an Cam II: Schmidt-Herrling: 376; 1 Bund Briefe von und an L. (J.G. Styrtzel) in: SUB HH; UB Basel: -.

Briefe von Petrus Lotichius Secundus

 EmpfängerStandortSignaturEditionAnmerkungLiteraturSeitenBearbeitung
Petrus Lotichius Secundus an Erasmus Neustetter (1)Erasmus NeustetterGermanisches Nationalmuseum NürnbergHs 71951 Br.; Quelle: VL16 s.v. Lotichius (Jörg Robert)

mlgw. identisch mit DS 22071; Anfrage Robert am 5.12.18 ohne Antwort

Autopsie MS 2022: "die Hs ist vom Abt Petrus Lotichius im Kloster Schlüchtern, Vetter von Pfarrherr Nicolaus Lotichius; die Hs hat auch kein Briefformat sondern listet vor allem gelehrte Männer, die das Kloster hervorgebracht hat"
Kein Ärztebrief!
Petrus Lotichius Secundus an Guillaume Rondelet (1)Guillaume RondeletBibliothèque nationale ParisDupuy 836Gedicht; 2.1554Boutroue 200750unbearbeitet
Petrus Lotichius Secundus an Joachim Camerarius (1500-1574) (1)Joachim Camerarius I.Unbekannt1 Br., WÜ 20.12.1557; bei Coppel nur erwähnt und bis heute nicht ediert Adis 35558 = OCEp 2716Coppel 197878in Adis und OCEp