Theodor Zwinger (1533-1588): Unterschied zwischen den Versionen
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Sohn des Kürschners Leonhard Zwinger (Spiser) und der Christina Herbster, Schwester von [[Johannes Oporin]], nach dem Tod von Leonhard Z. heiratet sie den Theololgen [[Conrad Lycosthenes]], Theodor Zwinger ist mit [[Basilius Amerbach]] und [[Felix Platter]] Schüler bei [[Thomas Platter]], reist mit 14 Jahren heimlich nach [[Lyon]], 1548-1551 arbeitet er dort in der Druckerei Beringer, um sich das Geld für ein Studium zu verdienen, Studium in [[Studium::Paris; 1551]] bei Petrus Ramus, dann 1553 zusammen mit Pietro Perna in [[Padua]], Gehilfe von Landi, Montanus’ Nachfolger, 1559 dort Dr. med. [[Doktor::Padua; 1559]], nach 1559 in Basel Vorlesungen über griech. Sprache und Ethik, Mitglied der med. Fakultät, 1561 Heirat mit Valeria Rüedin, Tochter des Oberzunftmeisters und Witwe von Johann Lucas Iselin, 1565 Prof. für Griechisch, 1571 für Ethik, 1577 verfasste er den Epitaph auf Adam Bodenstein (Wiedergabe bei Gilly, Zwischen Erfahrung und Spekulation: 97 sowie Kühlmann / Telle, Frühparacelsismus, Tl. 1: 107), 1580 Prof. med. in [[Professor::Basel; 1580]] für theoretische Medizin als der erste Professor, der sich offen mit [[Paracelsus]] beschäftigte (Gilly, Zwischen Erfahrung und Spekulation). | Sohn des Kürschners Leonhard Zwinger (Spiser) und der Christina Herbster, Schwester von [[Johannes Oporin]], nach dem Tod von Leonhard Z. heiratet sie den Theololgen [[Conrad Lycosthenes]], Theodor Zwinger ist mit [[Basilius Amerbach]] und [[Felix Platter]] Schüler bei [[Thomas Platter]], reist mit 14 Jahren heimlich nach [[Lyon]], 1548-1551 arbeitet er dort in der Druckerei Beringer, um sich das Geld für ein Studium zu verdienen, Studium in [[Studium::Paris; 1551]] bei Petrus Ramus, dann 1553 zusammen mit Pietro Perna in [[Padua]], Gehilfe von Landi, Montanus’ Nachfolger, 1559 dort Dr. med. [[Doktor::Padua; 1559]], nach 1559 in Basel Vorlesungen über griech. Sprache und Ethik, Mitglied der med. Fakultät, 1561 Heirat mit Valeria Rüedin, Tochter des Oberzunftmeisters und Witwe von Johann Lucas Iselin, 1565 Prof. für Griechisch, 1571 für Ethik, 1577 verfasste er den Epitaph auf Adam Bodenstein (Wiedergabe bei Gilly, Zwischen Erfahrung und Spekulation: 97 sowie Kühlmann / Telle, Frühparacelsismus, Tl. 1: 107), 1580 Prof. med. in [[Professor::Basel; 1580]] für theoretische Medizin als der erste Professor, der sich offen mit [[Paracelsus]] beschäftigte (Gilly, Zwischen Erfahrung und Spekulation). | ||
Zwinger / Spiser, Kühlmann / Telle, Frühparacelsismus, Tl. 2: 767-774 (mit weiterer Literatur); Platter, Tagebuch: 254f. (Anm. 801); Portmann, Biographie Theodor Zwingers; dies., Theodor Zwinger und Felix Platter; Portmann, Theodor Zwingers Briefwechsel mit Johannes Runge; Thommen, Geschichte der Universität Basel: 241-246; Schmidt-Herrling: 719f.; Jessen / Voigt, Bd. 4: ADB XLV, 543f.; HBLS VII, 778; Jöcher IV, 2246; Karcher 67-69; Kestner 937f.; Bauer/Glandien: Fs Marielene Putscher, I, Köln 1984; S. 231-244: Sohn des Kürschners Leonhard Zwinger (Spiser) und der Christina Herbster, Schwester von Johannes Oporin, nach dem Tod von Leonhard Z. heiratet sie den Theololgen Conrad Lycosthenes, Theodor Zwinger ist mit Basilius Amerbach und Felix Platter Schüler bei Thomas Platter, reist mit 14 Jahren heimlich nach Lyon, 1548-1551 arbeitet er dort in der Druckerei Beringer, um sich das Geld für ein Studium zu verdienen, 1551 Studium in Paris bei Petrus Ramus, dann 1553 zusammen mit Pietro Perna in Padua, Gehilfe von Landi, Montanus’ Nachfolger, 1559 dort Dr. med., nach 1559 in Basel Vorlesungen über griech. Sprache und Ethik, Mitglied der med. Fakultät, 1561 Heirat mit Valeria Rüedin, Tochter des Oberzunftmeisters und Witwe von Johann Lucas Iselin, 1565 Prof. für Griechisch, 1571 für Ethik, 1577 verfasste er den Epitaph auf Adam Bodenstein (Wiedergabe bei Gilly, Zwischen Erfahrung und Spekulation: 97 sowie Kühlmann / Telle, Frühparacelsismus, Tl. 1: 107), 1580 Prof. med. für theoretische Medizin als der erste Professor, der sich offen mit Paracelsus beschäftigte (Gilly, Zwischen Erfahrung und Spekulation). Werke: [aus dem Nachlass] Physiologia medica. Basel [1590 lt. Hebis: UB Frankfurt am Main / SeB, Sign.: 8: R 117.1085], [ND Basel: Heinrichpeter, 1610]. Briefe: in Scholz, Epistolae; lt. Gilly insgesamt 60 verstreut gedruckt; UB Erlangen, Trew: 49 Briefe an Camerarius I.+II.; UB Basel UB Basel: an Bon. II. Amerbach, Bauhin: G 2 I 13b (207f.), insgesamt etwa 2.500 Briefe an ihn in Basel (Hieronymus, Briefe der UB [Basel] als Quellen; Staehelin, Johann Ludwig Frey; vollständig aber nur Zettelkatalog vor Ort), geordnet von Jacob Zwinger, 7 ed. Bei Steinmann, Martin: Sieben Briefe;; Sign. u.a. Fr. Gr. Ms. II 4; Fr. Gr. Ms. II 8, Fr. Gr. Ms. II 23 (29), Curio, Sam. Grynäus, Jac. Horst: Fr. Gr. Ms II, 28 (129ff.), Iselin u.a.; ZB Zürich: -. | |||
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* [[Book::Jessen/Voigt 1996]] | * [[Book::Jessen/Voigt 1996]] | ||
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* [[Book::Kühlmann/Telle 2004]] (mit weiterer Literatur) | * [[Book::Kühlmann/Telle 2004]], 767-774 (mit weiterer Literatur) | ||
* Karcher, Theodor Zwinger | * Karcher, Theodor Zwinger | ||
* Platter, Tagebuch: 254f. (Anm. 801) | * Platter, Tagebuch: 254f. (Anm. 801) | ||
Version vom 6. Juni 2011, 07:27 Uhr
| GND-Nummer(n) | Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert |
| Namensvariante(n) | Theodor Zwinger |
| Geburtsdatum | 2.8.1533 |
| Geburtsort | Basel |
| Sterbedatum | 10.3.1588 |
| Sterbeort | Sterbeort nicht bekannt |
Vita
Sohn des Kürschners Leonhard Zwinger (Spiser) und der Christina Herbster, Schwester von Johannes Oporin, nach dem Tod von Leonhard Z. heiratet sie den Theololgen Conrad Lycosthenes, Theodor Zwinger ist mit Basilius Amerbach und Felix Platter Schüler bei Thomas Platter, reist mit 14 Jahren heimlich nach Lyon, 1548-1551 arbeitet er dort in der Druckerei Beringer, um sich das Geld für ein Studium zu verdienen, Studium in Paris (1551, ?) bei Petrus Ramus, dann 1553 zusammen mit Pietro Perna in Padua, Gehilfe von Landi, Montanus’ Nachfolger, 1559 dort Dr. med. Padua (1559), nach 1559 in Basel Vorlesungen über griech. Sprache und Ethik, Mitglied der med. Fakultät, 1561 Heirat mit Valeria Rüedin, Tochter des Oberzunftmeisters und Witwe von Johann Lucas Iselin, 1565 Prof. für Griechisch, 1571 für Ethik, 1577 verfasste er den Epitaph auf Adam Bodenstein (Wiedergabe bei Gilly, Zwischen Erfahrung und Spekulation: 97 sowie Kühlmann / Telle, Frühparacelsismus, Tl. 1: 107), 1580 Prof. med. in Basel (1580, ?) für theoretische Medizin als der erste Professor, der sich offen mit Paracelsus beschäftigte (Gilly, Zwischen Erfahrung und Spekulation).
Zwinger / Spiser, Kühlmann / Telle, Frühparacelsismus, Tl. 2: 767-774 (mit weiterer Literatur); Platter, Tagebuch: 254f. (Anm. 801); Portmann, Biographie Theodor Zwingers; dies., Theodor Zwinger und Felix Platter; Portmann, Theodor Zwingers Briefwechsel mit Johannes Runge; Thommen, Geschichte der Universität Basel: 241-246; Schmidt-Herrling: 719f.; Jessen / Voigt, Bd. 4: ADB XLV, 543f.; HBLS VII, 778; Jöcher IV, 2246; Karcher 67-69; Kestner 937f.; Bauer/Glandien: Fs Marielene Putscher, I, Köln 1984; S. 231-244: Sohn des Kürschners Leonhard Zwinger (Spiser) und der Christina Herbster, Schwester von Johannes Oporin, nach dem Tod von Leonhard Z. heiratet sie den Theololgen Conrad Lycosthenes, Theodor Zwinger ist mit Basilius Amerbach und Felix Platter Schüler bei Thomas Platter, reist mit 14 Jahren heimlich nach Lyon, 1548-1551 arbeitet er dort in der Druckerei Beringer, um sich das Geld für ein Studium zu verdienen, 1551 Studium in Paris bei Petrus Ramus, dann 1553 zusammen mit Pietro Perna in Padua, Gehilfe von Landi, Montanus’ Nachfolger, 1559 dort Dr. med., nach 1559 in Basel Vorlesungen über griech. Sprache und Ethik, Mitglied der med. Fakultät, 1561 Heirat mit Valeria Rüedin, Tochter des Oberzunftmeisters und Witwe von Johann Lucas Iselin, 1565 Prof. für Griechisch, 1571 für Ethik, 1577 verfasste er den Epitaph auf Adam Bodenstein (Wiedergabe bei Gilly, Zwischen Erfahrung und Spekulation: 97 sowie Kühlmann / Telle, Frühparacelsismus, Tl. 1: 107), 1580 Prof. med. für theoretische Medizin als der erste Professor, der sich offen mit Paracelsus beschäftigte (Gilly, Zwischen Erfahrung und Spekulation). Werke: [aus dem Nachlass] Physiologia medica. Basel [1590 lt. Hebis: UB Frankfurt am Main / SeB, Sign.: 8: R 117.1085], [ND Basel: Heinrichpeter, 1610]. Briefe: in Scholz, Epistolae; lt. Gilly insgesamt 60 verstreut gedruckt; UB Erlangen, Trew: 49 Briefe an Camerarius I.+II.; UB Basel UB Basel: an Bon. II. Amerbach, Bauhin: G 2 I 13b (207f.), insgesamt etwa 2.500 Briefe an ihn in Basel (Hieronymus, Briefe der UB [Basel] als Quellen; Staehelin, Johann Ludwig Frey; vollständig aber nur Zettelkatalog vor Ort), geordnet von Jacob Zwinger, 7 ed. Bei Steinmann, Martin: Sieben Briefe;; Sign. u.a. Fr. Gr. Ms. II 4; Fr. Gr. Ms. II 8, Fr. Gr. Ms. II 23 (29), Curio, Sam. Grynäus, Jac. Horst: Fr. Gr. Ms II, 28 (129ff.), Iselin u.a.; ZB Zürich: -.
Werke
[aus dem Nachlass] Physiologia medica. Basel [1590 lt. Hebis: UB Frankfurt am Main / SeB, Sign.: 8: R 117.1085], [ND Basel: Heinrichpeter, 1610].
Literatur
- PND
- ADB XLV, 543f.
- HBLS VII, 778
- Jöcher IV, 2246
- Karcher 67-69
- Kestner 937f.
- Thommen 1889, 241-246
- Burckhardt 1917, 89-95
- Schmidt-Herrling 1940, 719f.
- Portmann 1969
- Gilly 1977
- Portmann 1984, 231-244 (Seitenzahlen überprüfen!)
- Jessen/Voigt 1996
- Gantenbein 2002
- Kühlmann/Telle 2004, 767-774 (mit weiterer Literatur)
- Karcher, Theodor Zwinger
- Platter, Tagebuch: 254f. (Anm. 801)
- Portmann, Biographie Theodor Zwingers
- Portmann, Theodor Zwinger und Felix Platter;
Archivalien
Briefe
Briefe: in Scholz, Epistolae; lt. Gilly insgesamt 60 verstreut gedruckt; Trew: 49 Briefe an Camerarius I.+II.; UB Basel UB Basel: an Bon. II. Amerbach, Bauhin: G 2 I 13b (207f.), insgesamt etwa 2.500 Briefe an ihn in Basel (Hieronymus, Briefe der UB [Basel] als Quellen; Staehelin, Johann Ludwig Frey; vollständig aber nur Zettelkatalog vor Ort), geordnet von Jacob Zwinger, 7 ed. Bei Steinmann, Martin: Sieben Briefe;; Sign. u.a. Fr. Gr. Ms. II 4; Fr. Gr. Ms. II 8, Fr. Gr. Ms. II 23 (29), Curio, Sam. Grynäus, Jac. Horst: Fr. Gr. Ms II, 28 (129ff.), Iselin u.a.; ZB Zürich: -.
Briefe von Theodor Zwinger (1533-1588)
| Empfänger | Standort | Signatur | Edition | Anmerkung | Literatur | Seiten | Bearbeitung | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Theodor Zwinger I. an Basilius Amerbach (1) | Basilius Amerbach | UB Leiden | VUL 106:1 | Mitempf. Bonaventura Vulcanius; Basel 1578 | unbearbeitet | |||
| Theodor Zwinger I. an Diverse (1) | Diverse | UB Basel | Ms. G I 66; G I 68; G II 10; G II 12; G² I 13b; G² I 20b; G² I 16; G²I 28a; G²II 40; C VIa 35; Fr.Gr.Ms. II 14; Fr.Gr.Ms. II 23; Fr.Gr.Ms. II 27; Fr.Gr.Ms. II 28 | Durling 1993 | 286 | unbearbeitet / UB Basel |
Briefe an Theodor Zwinger (1533-1588)
| Absender | Standort | Signatur | Edition | Anmerkung | Literatur | Seiten | Bearbeitung | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Guilelmus Aragosius an Theodor Zwinger I. (1) | Guilelmus Aragosius | UB Leiden | FAC UB A 123 | 1 Br., 1576, in Kopie; Olim BPL 2596 29 | unbearbeitet | |||
| Hugo Blotius an Theodor Zwinger I. (3) | Hugo Blotius | UB Leiden | FAC UB A 125 | ex BPL 2596 29; 1 Br. 1573 in Kopie vermutlich = 13445 | unbearbeitet | |||
| Odoardus Bisetus an Theodor Zwinger I. (1) | Odoardus Bisetus | UB Basel | FrGrMs II 5a: 9 | Gilly 1985 | 59 appendice 5 | unbearbeitet / UB Basel |