Joachim Vadianus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Ärztebriefe
Zur Navigation springen Zur Suche springen
EhemaligeNutzer (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
EhemaligeNutzer (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 2: Zeile 2:
|pnd-nummer=118625780  
|pnd-nummer=118625780  
|namensvariante=Joachim Vadian; Joachim von Watt
|namensvariante=Joachim Vadian; Joachim von Watt
|geburtsdatum=Nov. oder Dez. 1484
|geburtsdatum=
|geburtsort=St. Gallen
|geburtsort=St. Gallen
|sterbedatum=6.4.1551  
|sterbedatum=6.4.1551  
Zeile 9: Zeile 9:


== Vita ==
== Vita ==
aus seit Jahrhunderten in St. Gallen heimischer Familie von bescheidenem Wohlstand, immatr. [[Studium::Wien; 1501]], stand dort unter dem Einfluss von Celtis, Cuspinian und Tichtl, 1504 dort Baccalaureus, 1508 M.A., hielt ab 1508 Vorlesungen über antike Autoren, nach 1512 erscheint er als Stipendiat (besoldeter Professor), dann auch Vizekanzler und Rektor der Universität, 1514 Poeta laureatus durch Kaiser Maximilian I., Medizinstudium aus mehr naturkundlichem Interesse, Arbeiten zur Geographie (Vadian entdeckt den Hortulus von Walafrid Strabo in der St.Galler Klosterbibliothek), Dr. med. [[Doktor::Wien; 1517]], dann endgültige Rückkehr nach St.Gallen als Stadtarzt [[Stadtarzt::St. Gallen; 1518]] (für 50 Gulden), Heirat, dort später Bürgermeister und Reformator.  
Geboren im November oder Dezember 1484. Aus seit Jahrhunderten in St. Gallen heimischer Familie von bescheidenem Wohlstand, immatr. [[Studium::Wien; 1501]], stand dort unter dem Einfluss von Celtis, Cuspinian und Tichtl, 1504 dort Baccalaureus, 1508 M.A., hielt ab 1508 Vorlesungen über antike Autoren, nach 1512 erscheint er als Stipendiat (besoldeter Professor), dann auch Vizekanzler und Rektor der Universität, 1514 Poeta laureatus durch Kaiser Maximilian I., Medizinstudium aus mehr naturkundlichem Interesse, Arbeiten zur Geographie (Vadian entdeckt den Hortulus von Walafrid Strabo in der St.Galler Klosterbibliothek), Dr. med. [[Doktor::Wien; 1517]], dann endgültige Rückkehr nach St.Gallen als Stadtarzt [[Stadtarzt::St. Gallen; 1518]] (für 50 Gulden), Heirat, dort später Bürgermeister und Reformator.  





Version vom 13. April 2011, 10:03 Uhr

Grunddaten zu Joachim Vadianus
GND-Nummer(n) Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert
Namensvariante(n) Joachim Vadian ; Joachim von Watt
Geburtsdatum Geburtsdatum nicht bekannt
Geburtsort St. Gallen
Sterbedatum 6.4.1551
Sterbeort St. Gallen

Vita

Geboren im November oder Dezember 1484. Aus seit Jahrhunderten in St. Gallen heimischer Familie von bescheidenem Wohlstand, immatr. Wien (1501, ?), stand dort unter dem Einfluss von Celtis, Cuspinian und Tichtl, 1504 dort Baccalaureus, 1508 M.A., hielt ab 1508 Vorlesungen über antike Autoren, nach 1512 erscheint er als Stipendiat (besoldeter Professor), dann auch Vizekanzler und Rektor der Universität, 1514 Poeta laureatus durch Kaiser Maximilian I., Medizinstudium aus mehr naturkundlichem Interesse, Arbeiten zur Geographie (Vadian entdeckt den Hortulus von Walafrid Strabo in der St.Galler Klosterbibliothek), Dr. med. Wien (1517), dann endgültige Rückkehr nach St.Gallen als Stadtarzt St. Gallen (1518, ?) (für 50 Gulden), Heirat, dort später Bürgermeister und Reformator.


Literatur

    • Bernhard MiltVadian als Arzt. Im Auftrag der Stätte für Vadianforschung in St. Gallen hg. von Conradin Bonorand (Vadian-Studien Bd. 6), St Gallen 1959. (detaillierte Ansicht)
    • Bernhard MiltEin Konsilium Vadians, in: Schweizerische Medizinische Wochenschrift 62 (1932), S. 260-261. (detaillierte Ansicht)
    • Clemens MüllerHumanismus vs. Scholastik - Joachim Vadians Promotion zum doctor medicinae an der Universität Wien, in: Astrid Steiner-Weber (Hg.): Acta Conventus Neo-Latini Upsaliensis, Leiden, Boston 2012, S. 711-720. (detaillierte Ansicht)
    • Clemens MüllerDisputationstexte der medizinischen Fakultät Wien aus dem frühen 16. Jahrhundert, in: Reimund B. Sdzuj / Robert Seidel / Bernd Zegowitz (Hg.): Dichtung - Gelehrsamkeit - Disputationskultur. Festschrift für Hanspeter Marti zum 65. Geburtstag, Wien, Köln, Weimar 2012, S. 297-315. (detaillierte Ansicht)
    • Conradin Bonorand / Guido Kisch(C.B.:) Aus Vadians Freundes- und Schülerkreis in Wien / (G.K.:) Vadians Valla-Ausgaben (Vadian-Studien; 8), St. Gallen 1965. (detaillierte Ansicht)
    • Conradin BonorandJoachim Vadian und Johannes Dantiscus. Ein Beitrag zu den schweizerisch-polnischen Beziehungen im 16. Jahrhundert, in: Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands 35 (1971), S. 150-170. (detaillierte Ansicht)
    • Conradin BonorandJoachim Vadian und der Humanismus im Bereich des Erzbistums Salzburg, St. Gallen 1980. (detaillierte Ansicht)
    • Erna LeskyMedicorum commercium Austro-Helveticum, in: Gesnerus 29 (1972), S. 1-18. (detaillierte Ansicht)
    • Franz Graf-StuhlhoferVadian als Lehrer am Wiener Poetenkolleg, in: Zwingliana 26 (1999), S. 93-98. (detaillierte Ansicht)
    • Katharina Suter-MeyerWissensvermittler – Kritiker – Autor. Joachim Vadians Kommentare zu Pomponius Mela (Basel, 1522), Zürich 2020. (detaillierte Ansicht)
    … weitere Ergebnisse

Archivalien

Briefwechsel, Lebenserinnerungen, Tagebücher: Vadianische Sammlung in der Kantonsbibliothek St. Gallen, s. auch Werkausgabe

Liste der Bücher in Vadians Besitz: Milt, Vadian als Arzt: S. 10: KOPIE. Tagebuch in: Vadian, Deutsche Historische Schriften, Bd. III

zwei Gutachten in Vadianische Briefsammlung, KOPIE

Briefe

Briefe an Joachim Vadianus

 AbsenderStandortSignaturEditionAnmerkungLiteraturSeitenBearbeitung
Heinrich Bullinger an Joachim Vadianus (2)Heinrich BullingerBW Calvin (alt)8.3.1551; 22.3.1551 in DS 13802 in interner Bemerkung notiert / US 1.22unbearbeitet
Jakob Bedrotus an Joachim Vadianus (1)Jakob BedrotusBW VadianOrig.: Vadiana Nur 471 und 491 in Adis - 6/2015in Bearbeitung
Joachim Camerarius I. an Joachim Vadianus (1)Joachim Camerarius I.Kantonsbibliothek Vadiana St. GallenMs. 41a (ex Bremen)TÜ 3.12.1536 OCEp 2740 = Adis 35559Krafft 187578 f., Nr. 38in Adis und OCEp
Johannes Gastgeb an Joachim Vadianus (1)Johannes GastgebBW Vadian1 Br. aus Iglau. - G. ist Arzt: vermutl. Absolvent der Stiftsschule Melk; lehrte an der med.fak.wien., 1534 Rektor, 4x Dekan; 1542 auf der Flucht v.d. Türken gest. (Bonorand) An den beiden angegeb. Stellen nicht in Bd. 2; ungeklärt - US 5.5.21Bonorand/Kisch 196583unbearbeitet
Philipp Gundel an Joachim Vadianus (1)Philipp GundelBW VadianOrig.: St. Gallen, Kantonsbibl., VadSlg Ms 30 Nr. 72 Mitteilung, dass er nicht mehr Medizinstudent, sondern Advocat sei: Nr. 80 weglassen, III/N28 PRÜFEN!in Bearbeitung