Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek Arolsen: Unterschied zwischen den Versionen

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Onlinerecherche; Mail an Claudia Brinker-von der Heyde, 12.3.2014
Onlinerecherche und Archivauskunft 2014






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=== Literatur zum Archiv ===
=== Literatur zum Archiv ===



Version vom 20. Januar 2025, 08:32 Uhr

Allgemeine Informationen

Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek Arolsen

Residenzschloss Arolsen

Schloßstr. 27

34454 Bad Arolsen


Ansprechpartner

DFG-Projekt BR 2459/1-1: "Die Fürstenbibliothek Arolsen als Kultur- und Wissensraum vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert und ihre Einflüsse auf Genese, Formung und Identität des Fürstenstaats" (beendet 2012)

Leiterin: Prof. Dr. Claudia Brinker-von der Heyde: brinker@uni-kassel.de


Öffnungszeiten

Sichtungen

Onlinerecherche und Archivauskunft 2014



Literatur zum Archiv

Hartmut Broszinski: Bausteine zu einer Arolser Bibliotheksgeschichte: http://staff-www.uni-marburg.de/~wolf2/Waldeck/arolsen-hofbibliothek.htm

Bestände

Hilfsmittel: Onlinekatalog über Uni Marburg: http://staff-www.uni-marburg.de/~wolf2/Waldeck/startseite-hofbibliothek.html


Gewissermaßen die Keimzelle der Bibliothek waren die 400 Werke – Handschriften und Drucke -, die aus dem nahe bei Arolsen gelegenen Augustiner-Chorherrenstift Volkhardinghausen kamen, als dies 1576 endgültig aufgehoben wurde. Neben dem üblichen liturgischen, exegetischen (Beispiel: Petrus Ravennas, Sermones, Köln 1507, III 47c-d/1: vorderer Spiegel (Hand des Joh. von Deventer, seit 1531 Procurator, 1542 Prior) mit Hs.-Falz, Titelbl.) und theologischen (Beispiel: Hermann Bode, Unio dissidentium, Köln 1533 III 47c-d/4, Titelbl. mit Falz Missale 12. Jh.) Rüstzeug befanden sich wenige Bände reformatorischen und humanistischen (Beispiel: Erasmus v.Rotterdam, Basel 1535, III 47c-d3: Titelbl. mit Falz) Schrifttums darunter. In diese Bibliothek aufgegangen war auch die Büchersammlung des Waldeckischen Historiographen und „Kleinhumanisten“ Konrad Klüppel (um 1490-um 1541, sein Gelehrtenname war Conradus Scipio), der einen Freitisch im Kloster hatte und ein wahrer Büchernarr gewesen ist (Beispiel: Andreas Alciatus, III 22a-f/23, Titelbl.). Da er auch Syndikus des St. Peter-Kollegiatstiftes in Fritzlar gewesen war, besaß er juristische Werke, die er dann den Volkhardinghäuser Chorherren hinterließ (Beispiel: Johannes Chappuis, Sexti libri decretalium comp., Paris 1510, III 44 f 10, Holzschnitt + fol.1). Leider wurde 1856 der überwiegende Teil verkauft. Über die Erwerbungen des 17. Jahrhunderts (Beispiel: Wilhelm Dilich, Ungarische Chronica, Kassel 1606, Bl.29/30, I 118° 17) – heute zwei Prozent des Gesamtbestandes - sind wir nur unvollkommen unterrichtet. Der größere Teil kam offenbar um 1900 über die unten beschriebene „Schaumburger Erbschaft“ ins Haus.


Die FWHB besitzt ca. 35.000 Bände, die in fünf Räumen (für Benutzer nicht zugänglich) untergebracht sind. Davon:

15. Jahrhundert = weniger als 1 % des Gesamtbestandes (Beispiel: IV 15 C1, Palästinakarte), 16. Jahrhundert = weniger als 2 % des Gesamtbestandes (Beispiel: I 124m2), 17. Jahrhundert = ca. 5% des Gesamtbestandes (Beispiel: IV 23b8),

Die seit 1840 nur noch sporadisch erweiterte Bibliothek enthält Literatur zu nahezu allen im 18. Jahrhundert relevanten Wissensgebieten. Ihre Schwerpunkte liegen jedoch eindeutig auf den Fächern Allgemeines, Geographie, Geschichte, Literatur und Militaria. Hervorgehoben seien:

- 75 lfd. Meter Reise- und Länderbeschreibungen (Beispiel: I 28f 16 Timor)

- 13 lfd. Meter Allgemeine Weltgeschichte (Beispiel: I 55b 7 Titelbl.)

- 10 lfd. Meter Literatur „zu mehreren Völkern“ (Beispiel: I 96g 4 Titelbl + Stich)

- 50 lfd. Meter Literatur „zu einzelnen Ländern“ (ohne Deutschland) (Beisp.: I 15c 17 Einband vorn)

- 11 lfd. Meter Deutsche Geschichte (allgemein) (Beispiel: I 102n 5 S.80)

- 8 lfd. Meter Deutsche Regionalgeschichte (Beispiel: I 100n 6 S.56/57)

- 32 lfd. Meter Waldeckische Geschichte (Beispiel: Iconographia Waldec.9)

- 12 lfd. Meter außereuropäische Geschichte (Beispiel: I 121r 4a)

- 16 lfd. Meter Biographien (Beispiel: Goldoni I 145 t2 Titelbl. + Stich)

- 11 lfd. Meter Memoiren (Beispiel: Ulfeld I 155 n21 Titelbl. + Stich)

- 19 lfd. Meter Numismatik, Heraldik usw. (Beispiel: I 152 w39 Titelbl.)

- 7 lfd. Meter Kulturgeschichte (Beispiel: Röm. Carneval I 151 v30)


Aus anderen Fächern seien hervorgehoben:

- 65 lfd. Meter engl., frz. u. dt. Literatur (Beipiel: Wieland IV 97 b4 Stich)

- 12 lfd. Meter griechische Autoren (Beispiel: Ilias IV 2a 1 Titelbl.+Stich,EA)

- 20 lfd. Meter lateinische Autoren (Beispiel: Ovid IV 12 b7 u. Vergil II 35 c12 T 26)

- 44 lfd. Meter Theologie (Beispiel: Protestantismus Bd.1 III 35 c-h7 Deckel vorn)

- 74 lfd. Meter Recht und Politik (Beispiel: Budaeus III 22 a-f22 fol.1 Titel)

- 65 lfd. Meter Militaria (Beispiel: Merian 1633 II 157a 29 Titelbl)

- 6 lfd. Meter Naturwissenschaften (Beispiel: Miller III 1a 19 Tab. 76)

- 300 Landkarten (Beispiel: Parvus Atlas IV 164a 30: Regnum Hungariae)

- 500 Kupferstichwerke sowie mehrere tausend Einzelstiche (Beispiel: Portrait III 56 e20 Stumpf)

Briefe

Sonstige Hinweise, Notizen