Johannes von Muralt (1563-1602): Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 12: | Zeile 12: | ||
Dr. med., Hofarzt in Siebenbürgen [?TW] und weitere gleichnamige Ärzte (1577-1645), (1609-1631): alle hießen angeblich „Johannes“ und waren „Dr. med.“, dabei als Wundarzt und Kaufmann tätig. UB Basel: alle dort verzeichneten Muralts erst ab 2. H. 17. Jh. | Dr. med., Hofarzt in Siebenbürgen [?TW] und weitere gleichnamige Ärzte (1577-1645), (1609-1631): alle hießen angeblich „Johannes“ und waren „Dr. med.“, dabei als Wundarzt und Kaufmann tätig. UB Basel: alle dort verzeichneten Muralts erst ab 2. H. 17. Jh. | ||
Biographie nach [[Offner 2000]]: vermutlich in Zürich geboren; Studium der Medizin in [[Studium::Basel]]; Dr. med. [[Doktor::Basel]]; ging mit seinen Brüdern nach Polen und Siebenbürgen; soll zeitweilig am polnischen Königshof tätig gewesen sein; Arzt in [[Praxis::Klausenburg; 1587]]; danach Truppenarzt der kaiserlichen Heere in [[Kaschau]]; anschließend Leibarzt bei [[Leibarzt::Sigismund Báthory]], von dem er 1597 als Ausdruck seiner Wertschätzung die Goldbergwerk von Kleinschlatten und Nagybánya als Pacht erhielt und so zu großem Wohlstand gelangte; Stadtphysikus in [[Stadtarzt::Bistritz; 1588]], hier ist er bis 1590 belegt. Nachdem [[Michael der Tapfere | Biographie nach [[Offner 2000]]: vermutlich in Zürich geboren; Studium der Medizin in [[Studium::Basel]]; Dr. med. [[Doktor::Basel]]; ging mit seinen Brüdern nach Polen und Siebenbürgen; soll zeitweilig am polnischen Königshof tätig gewesen sein; Arzt in [[Praxis::Klausenburg; 1587]]; danach Truppenarzt der kaiserlichen Heere in [[Kaschau]]; anschließend Leibarzt bei [[Leibarzt::Sigismund Báthory]], von dem er 1597 als Ausdruck seiner Wertschätzung die Goldbergwerk von Kleinschlatten und Nagybánya als Pacht erhielt und so zu großem Wohlstand gelangte; Stadtphysikus in [[Stadtarzt::Bistritz; 1588]], hier ist er bis 1590 belegt. Nachdem [[Mihai Viteazul]], auch Michael der Tapfere, 1599 Siebenbürgen eroberte, bot Muralt ihm seine Dienste an und konnte so - kurzzeitig - im Besitz der Goldbergwerke bleiben, wurde aber schließlich doch vertrieben und sein Vermögen wurde veräußert. Muralt geriet in Gefangenschaft, wurde aber aufgrund der Intervention von [[Sigismund Báthory]] freigelassen und kehrte mit diesem zurück nach Siebenbürgen. Dort starb er jedoch im Alter von 39 Jahren, wahrscheinlich an der Pest. | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||
Version vom 24. Juli 2012, 10:04 Uhr
| GND-Nummer(n) | Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert |
| Namensvariante(n) | |
| Geburtsdatum | 1563 |
| Geburtsort | Geburtsort nicht bekannt |
| Sterbedatum | 1602 |
| Sterbeort | Sterbeort nicht bekannt |
Vita
Dr. med., Hofarzt in Siebenbürgen [?TW] und weitere gleichnamige Ärzte (1577-1645), (1609-1631): alle hießen angeblich „Johannes“ und waren „Dr. med.“, dabei als Wundarzt und Kaufmann tätig. UB Basel: alle dort verzeichneten Muralts erst ab 2. H. 17. Jh.
Biographie nach Offner 2000: vermutlich in Zürich geboren; Studium der Medizin in Basel (?, ?); Dr. med. Basel (?); ging mit seinen Brüdern nach Polen und Siebenbürgen; soll zeitweilig am polnischen Königshof tätig gewesen sein; Arzt in Klausenburg (1587, ?); danach Truppenarzt der kaiserlichen Heere in Kaschau; anschließend Leibarzt bei Sigismund Báthory (?, ?), von dem er 1597 als Ausdruck seiner Wertschätzung die Goldbergwerk von Kleinschlatten und Nagybánya als Pacht erhielt und so zu großem Wohlstand gelangte; Stadtphysikus in Bistritz (1588, ?), hier ist er bis 1590 belegt. Nachdem Mihai Viteazul, auch Michael der Tapfere, 1599 Siebenbürgen eroberte, bot Muralt ihm seine Dienste an und konnte so - kurzzeitig - im Besitz der Goldbergwerke bleiben, wurde aber schließlich doch vertrieben und sein Vermögen wurde veräußert. Muralt geriet in Gefangenschaft, wurde aber aufgrund der Intervention von Sigismund Báthory freigelassen und kehrte mit diesem zurück nach Siebenbürgen. Dort starb er jedoch im Alter von 39 Jahren, wahrscheinlich an der Pest.
Literatur
- Muralt 1998, 34
- Offner 2000, 206-208