Salomon Alberti: Unterschied zwischen den Versionen
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Bereits 1541 zog er mit seinen Eltern nach [[Nürnberg]]. 1542 starb der Vater und auf Grund fehlender finanzieller Mittel kam der Rat der Stadt [[Nürnberg]] für seinen Unterhalt und seine Schulausbildung auf. Die Stadt [[Nürnberg]] ermöglichte ihm die Aufnahme des Medizinstudiums in [[Studium::Wittenberg; 1560]]. 1564 erhielt er den akademischen Grad eines Magisters der freien Künste, wurde 1574 in die philosophische Fakultät der Hochschule [[Wittenberg]] aufgenommen, wurde 1575 Professor der Physik und zwei Jahre später Professor der Anatomie [[Professor::Wittenberg; 1577]]. | Bereits 1541 zog er mit seinen Eltern nach [[Nürnberg]]. 1542 starb der Vater und auf Grund fehlender finanzieller Mittel kam der Rat der Stadt [[Nürnberg]] für seinen Unterhalt und seine Schulausbildung auf. Die Stadt [[Nürnberg]] ermöglichte ihm die Aufnahme des Medizinstudiums in [[Studium::Wittenberg; 1560]]. 1564 erhielt er den akademischen Grad eines Magisters der freien Künste, wurde 1574 in die philosophische Fakultät der Hochschule [[Wittenberg]] aufgenommen, wurde 1575 Professor der Physik und zwei Jahre später Professor der Anatomie in [[Professor::Wittenberg; 1577]]. Diese Position behielt er 17 Jahre. Schließlich wurde Alberti Leibarzt bei [[Leibarzt::Friedrich Wilhelm (Sachsen-Weimar); 1592]] in [[Dresden]]. | ||
Alberti gehörte zu jenen deutschen Ärzten, die die von Andreas Vesalius begonnene Erneuerung der Anatomie fortsetzten. Durch Einzeluntersuchungen stand er in Fachkreisen in hohem Ansehen. So beschäftigte er sich ausgiebig mit den Venenklappen, über die bereits der italienische Anatom Girolamo Fabrizio geschrieben hatte. Weiterhin veröffentlichte Alberti Erkenntnisse über den menschlichen Tränenapparat und verfasste ein Lehrbuch der Anatomie, das mehrere Auflagen erreichte. Er war auch ein guter lateinischer Dichter. | Alberti gehörte zu jenen deutschen Ärzten, die die von Andreas Vesalius begonnene Erneuerung der Anatomie fortsetzten. Durch Einzeluntersuchungen stand er in Fachkreisen in hohem Ansehen. So beschäftigte er sich ausgiebig mit den Venenklappen, über die bereits der italienische Anatom Girolamo Fabrizio geschrieben hatte. Weiterhin veröffentlichte Alberti Erkenntnisse über den menschlichen Tränenapparat und verfasste ein Lehrbuch der Anatomie, das mehrere Auflagen erreichte. Er war auch ein guter lateinischer Dichter. | ||
Salomon Alberti verbrachte seine letzten Lebensjahre am kurfürstlichen Hof in Dresden | Salomon Alberti verbrachte seine letzten Lebensjahre am kurfürstlichen Hof in Dresden. | ||
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Vgl. einstweilen: http://de.wikipedia.org/wiki/Salomon_Alberti | Vgl. einstweilen: http://de.wikipedia.org/wiki/Salomon_Alberti | ||
Prof. d. Anatomie [[Professor::Wittenberg; 1577]]; | Prof. d. Anatomie [[Professor::Wittenberg; 1577]]; | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||
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== Archivalien == | == Archivalien == | ||
[[Melanchthonhaus Bretten]] | * [[Melanchthonhaus Bretten]] | ||
* Hs. 403 - Hochzeitsgedicht (1590; [[Kristeller 1992]], 501b) | * Hs. 403 - Hochzeitsgedicht (1590; [[Kristeller 1992]], 501b) | ||
Version vom 28. September 2010, 08:33 Uhr
| GND-Nummer(n) | Datensatz nicht vorhanden oder nicht recherchiert |
| Namensvariante(n) | |
| Geburtsdatum | 30.9.1540 |
| Geburtsort | Naumburg (Saale) |
| Sterbedatum | 28.3.1600 |
| Sterbeort | Dresden |
Vita
Bereits 1541 zog er mit seinen Eltern nach Nürnberg. 1542 starb der Vater und auf Grund fehlender finanzieller Mittel kam der Rat der Stadt Nürnberg für seinen Unterhalt und seine Schulausbildung auf. Die Stadt Nürnberg ermöglichte ihm die Aufnahme des Medizinstudiums in Wittenberg (1560, ?). 1564 erhielt er den akademischen Grad eines Magisters der freien Künste, wurde 1574 in die philosophische Fakultät der Hochschule Wittenberg aufgenommen, wurde 1575 Professor der Physik und zwei Jahre später Professor der Anatomie in Wittenberg (1577, ?). Diese Position behielt er 17 Jahre. Schließlich wurde Alberti Leibarzt bei Friedrich Wilhelm (Sachsen-Weimar) (1592, ?) in Dresden.
Alberti gehörte zu jenen deutschen Ärzten, die die von Andreas Vesalius begonnene Erneuerung der Anatomie fortsetzten. Durch Einzeluntersuchungen stand er in Fachkreisen in hohem Ansehen. So beschäftigte er sich ausgiebig mit den Venenklappen, über die bereits der italienische Anatom Girolamo Fabrizio geschrieben hatte. Weiterhin veröffentlichte Alberti Erkenntnisse über den menschlichen Tränenapparat und verfasste ein Lehrbuch der Anatomie, das mehrere Auflagen erreichte. Er war auch ein guter lateinischer Dichter.
Salomon Alberti verbrachte seine letzten Lebensjahre am kurfürstlichen Hof in Dresden.
Vgl. einstweilen: http://de.wikipedia.org/wiki/Salomon_Alberti
Prof. d. Anatomie Wittenberg (1577, ?);
Literatur
- PND
Archivalien
- Melanchthonhaus Bretten
- Hs. 403 - Hochzeitsgedicht (1590; Kristeller 1992, 501b)