Agathe Streicherin: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
MH (Diskussion | Beiträge) K Textersetzung - „{{Vorlage:Briefe}}“ durch „{{Briefe}}“ |
||
| (6 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
{{Grunddaten | {{Grunddaten | ||
| | |GND=111774322 | ||
|namensvariante= | |namensvariante= | ||
|geburtsdatum=1520 | |geburtsdatum=1520 | ||
| Zeile 9: | Zeile 9: | ||
== Vita == | == Vita == | ||
Ärztin in [[Praxis::Ulm]]. Sie durfte am 15.3.1561 den Eid der Stadt [[Ulm]] für Ärzte sowohl auf die alte als auch auf die neue Ordnung leisten. Damit nahm sie die Position eines Arztes ein. In Ulm stellt sie damit einen Einzelfall dar. Sie besaß ein Hausmittel - "ein Wasser gegen den Stein" - und wurde sowohl vom höchsten Adel (Prinzessin von Hohenzollern) als auch von der höchsten Geistlichkeit (Bischof von Speyer) um Hilfe gebeten. Im September 1576 wurde sie an das Sterbebett von Kaiser [[Maximilian II. (HRR)]] gerufen, den sie zwar | Ärztin in [[Praxis::Ulm]]. Sie durfte am 15.3.1561 den Eid der Stadt [[Ulm]] für Ärzte sowohl auf die alte als auch auf die neue Ordnung leisten. Damit nahm sie die Position eines Arztes ein. In Ulm stellt sie damit einen Einzelfall dar. Sie besaß ein Hausmittel - "ein Wasser gegen den Stein" - und wurde sowohl vom höchsten Adel (Prinzessin von Hohenzollern) als auch von der höchsten Geistlichkeit (Bischof von Speyer) um Hilfe gebeten. Im September 1576 wurde sie an das Sterbebett von Kaiser [[Maximilian II. (HRR)]] gerufen, den sie zwar nicht heilen, ihm aber wohl helfen konnte, so daß sie bis zu seinem Tod im Oktober 1576 in [[Regensburg]] blieb. Sie war auch als Geschäftsfrau sehr erfolgreich und wurde eine wichtige Kreditgeberin der Stadt [[Ulm]]. Sie war die Schwester von [[Hans Augustin Streicher]]. | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||
* PND | * PND | ||
* [[Klemm 1929]], 16, 22f. | * [[Journal Article::Klemm 1929]], 16, 22f. | ||
* http://de.wikipedia.org/wiki/Agathe_Streicher | * http://de.wikipedia.org/wiki/Agathe_Streicher | ||
{{Literatur zu Seite}} | |||
}} | |||
== Archivalien == | == Archivalien == | ||
== Briefe == | == Briefe == | ||
{{ | {{Briefe}} | ||
{{DEFAULTSORT:Streicherin, Agathe}} | {{DEFAULTSORT:Streicherin, Agathe}} | ||
[[Kategorie:Arzt]] | [[Kategorie:Arzt]] | ||
[[Arzt::{{SUBPAGENAME}}| ]] | [[Arzt::{{SUBPAGENAME}}| ]] | ||
Aktuelle Version vom 18. Mai 2022, 11:50 Uhr
| GND-Nummer(n) | 111774322 |
| Namensvariante(n) | |
| Geburtsdatum | 1520 |
| Geburtsort | Geburtsort nicht bekannt |
| Sterbedatum | 1581 |
| Sterbeort | Sterbeort nicht bekannt |
Vita
Ärztin in Ulm (?, ?). Sie durfte am 15.3.1561 den Eid der Stadt Ulm für Ärzte sowohl auf die alte als auch auf die neue Ordnung leisten. Damit nahm sie die Position eines Arztes ein. In Ulm stellt sie damit einen Einzelfall dar. Sie besaß ein Hausmittel - "ein Wasser gegen den Stein" - und wurde sowohl vom höchsten Adel (Prinzessin von Hohenzollern) als auch von der höchsten Geistlichkeit (Bischof von Speyer) um Hilfe gebeten. Im September 1576 wurde sie an das Sterbebett von Kaiser Maximilian II. (HRR) gerufen, den sie zwar nicht heilen, ihm aber wohl helfen konnte, so daß sie bis zu seinem Tod im Oktober 1576 in Regensburg blieb. Sie war auch als Geschäftsfrau sehr erfolgreich und wurde eine wichtige Kreditgeberin der Stadt Ulm. Sie war die Schwester von Hans Augustin Streicher.
Literatur
- PND
- Klemm 1929, 16, 22f.
- http://de.wikipedia.org/wiki/Agathe_Streicher