Samuel Hafenreffer: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| (4 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
{{Grunddaten | {{Grunddaten | ||
| | |GND=116369949 | ||
|namensvariante= | |namensvariante= | ||
|geburtsdatum=26.4.1587 | |geburtsdatum=26.4.1587 | ||
| Zeile 10: | Zeile 10: | ||
== Vita == | == Vita == | ||
Sohn des Theologen Matthias Hafenreffer (1561-1619) und seiner Frau Agathe Spindler, geb. Brenz; Studium der Medizin in [[Studium::Tübingen]]; M.A. 15.2.1604; er geht dann nach Österreich; unklar ist, ob er hier studiert hat, er war für drei Jahre als Hauslehrer in Wien bei den Söhnen des Johann Ulrich Freiherr von Starkenberg tätig; in den Jahren 1612-1614 studierte er in [[Studium::Wittenberg]] bei [[Daniel Sennert]], [[Studium::Basel]] und [[Studium::Straßburg]] bei [[Melchior Sebisch I.]] oder [[Melchior Sebisch II.]]; sein Studium beendete er in [[Studium::Tübingen]]; Dr. med. in [[Doktor::Tübingen; 16.2.1614]]; Stadtphysikus in [[Stadtarzt::Kirchheim]]; er heiratete Anna Renz (gest. 1632), die Witwe seines Vorgängers [[Georg Renz]]; ca. 1616 übernahm er die Inspektion des herzoglichen Heilbads in [[Boll]]; genoß einen guten Ruf bei der Herzoginwitwe Ursula in [[Nürtingen]], da er sich wohl mehrfach erfolgreich um sie und ihren Bruder Pfalzgraf Georg Hans gekümmert hat; Arzt in [[Praxis::Tübingen; 1620]]; Heirat mit der Witwe Esther, geb. Haid; Stadtarzt in [[Stadtarzt::Biberach; 1642; 1647]]; er wollte ordentlicher Professor in Tübingen werden, aber erst seine siebte Bewerbung hatte Erfolg; Professor der Medizin in [[Professor::Tübingen; 1647; 1660]] (lt. [[Zitter 1999]] erst im Jahr 1648), 1653, 1656, 1659 Rektor. | Sohn des Theologen Matthias Hafenreffer (1561-1619) und seiner Frau Agathe Spindler, geb. Brenz; Studium der Medizin in [[Studium::Tübingen]]; M.A. 15.2.1604; er geht dann nach Österreich; unklar ist, ob er hier studiert hat, er war für drei Jahre als Hauslehrer in Wien bei den Söhnen des Johann Ulrich Freiherr von Starkenberg tätig; in den Jahren 1612-1614 studierte er in [[Studium::Wittenberg]] bei [[Daniel Sennert]], [[Studium::Basel]] und [[Studium::Straßburg]] bei [[Melchior Sebisch I.]] oder [[Melchior Sebisch II.]]; sein Studium beendete er in [[Studium::Tübingen]]; Dr. med. in [[Doktor::Tübingen; 16.2.1614]]; Stadtphysikus in [[Stadtarzt::Kirchheim unter Teck]]; er heiratete Anna Renz (gest. 1632), die Witwe seines Vorgängers [[Georg Renz]]; ca. 1616 übernahm er die Inspektion des herzoglichen Heilbads in [[Bad Boll]]; genoß einen guten Ruf bei der Herzoginwitwe Ursula in [[Nürtingen]], da er sich wohl mehrfach erfolgreich um sie und ihren Bruder Pfalzgraf Georg Hans gekümmert hat; Arzt in [[Praxis::Tübingen; 1620]]; Heirat mit der Witwe Esther, geb. Haid; Stadtarzt in [[Stadtarzt::Biberach; 1642; 1647]]; er wollte ordentlicher Professor in Tübingen werden, aber erst seine siebte Bewerbung hatte Erfolg; Professor der Medizin in [[Professor::Tübingen; 1647; 1660]] (lt. [[Zitter 1999]] erst im Jahr 1648), 1653, 1656, 1659 Rektor. | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||
| Zeile 18: | Zeile 18: | ||
* [[Zitter 1999]], 225-230 | * [[Zitter 1999]], 225-230 | ||
== Archivalien == | == Archivalien == | ||
[[WLB Stuttgart]] | |||
* Cod. hist. 4° 109, 214r - Gutachten (Führungszeugnis) für ihn, 1607 | |||
== Briefe == | == Briefe == | ||
* [[Universitätsarchiv Tübingen]]: UAT 285/108: Pfleg- und Erbschaftsangelegenheiten des Matthias Hafenreffer und seiner Witwe Euphrosina, geb. Besserer (1620-1648); Vorladung von Samuel Hafenreffer, Stiefsohn der Euphrosina, vor die Vormundschaftskanzlei in Stuttgart wegen seines Pflegesohnes Matthäus Brenz (1630); lt. [[Gemeinhardt 1988]], 49f. | * [[Universitätsarchiv Tübingen]]: UAT 285/108: Pfleg- und Erbschaftsangelegenheiten des Matthias Hafenreffer und seiner Witwe Euphrosina, geb. Besserer (1620-1648); Vorladung von Samuel Hafenreffer, Stiefsohn der Euphrosina, vor die Vormundschaftskanzlei in Stuttgart wegen seines Pflegesohnes Matthäus Brenz (1630); lt. [[Gemeinhardt 1988]], 49f. | ||
{{ | {{Briefe}} | ||
{{DEFAULTSORT:Hafenreffer, Samuel}} | {{DEFAULTSORT:Hafenreffer, Samuel}} | ||
[[Kategorie:Arzt]] | [[Kategorie:Arzt]] | ||
[[Arzt::{{SUBPAGENAME}}| ]] | [[Arzt::{{SUBPAGENAME}}| ]] | ||
Aktuelle Version vom 14. Oktober 2024, 09:15 Uhr
| GND-Nummer(n) | 116369949 |
| Namensvariante(n) | |
| Geburtsdatum | 26.4.1587 |
| Geburtsort | Herrenberg |
| Sterbedatum | 26.9.1660 |
| Sterbeort | Tübingen |
Vita
Sohn des Theologen Matthias Hafenreffer (1561-1619) und seiner Frau Agathe Spindler, geb. Brenz; Studium der Medizin in Tübingen (?, ?); M.A. 15.2.1604; er geht dann nach Österreich; unklar ist, ob er hier studiert hat, er war für drei Jahre als Hauslehrer in Wien bei den Söhnen des Johann Ulrich Freiherr von Starkenberg tätig; in den Jahren 1612-1614 studierte er in Wittenberg (?, ?) bei Daniel Sennert, Basel (?, ?) und Straßburg (?, ?) bei Melchior Sebisch I. oder Melchior Sebisch II.; sein Studium beendete er in Tübingen (?, ?); Dr. med. in Tübingen (16 Februar 1614); Stadtphysikus in Kirchheim unter Teck (?, ?); er heiratete Anna Renz (gest. 1632), die Witwe seines Vorgängers Georg Renz; ca. 1616 übernahm er die Inspektion des herzoglichen Heilbads in Bad Boll; genoß einen guten Ruf bei der Herzoginwitwe Ursula in Nürtingen, da er sich wohl mehrfach erfolgreich um sie und ihren Bruder Pfalzgraf Georg Hans gekümmert hat; Arzt in Tübingen (1620, ?); Heirat mit der Witwe Esther, geb. Haid; Stadtarzt in Biberach (1642, 1647); er wollte ordentlicher Professor in Tübingen werden, aber erst seine siebte Bewerbung hatte Erfolg; Professor der Medizin in Tübingen (1647, 1660) (lt. Zitter 1999 erst im Jahr 1648), 1653, 1656, 1659 Rektor.
Literatur
- PND
- Conrad 1960, 28, 103
- Gemeinhardt 1988, 49f.
- Zitter 1999, 225-230
Archivalien
- Cod. hist. 4° 109, 214r - Gutachten (Führungszeugnis) für ihn, 1607
Briefe
- Universitätsarchiv Tübingen: UAT 285/108: Pfleg- und Erbschaftsangelegenheiten des Matthias Hafenreffer und seiner Witwe Euphrosina, geb. Besserer (1620-1648); Vorladung von Samuel Hafenreffer, Stiefsohn der Euphrosina, vor die Vormundschaftskanzlei in Stuttgart wegen seines Pflegesohnes Matthäus Brenz (1630); lt. Gemeinhardt 1988, 49f.