Mauritius Ferber (Bischof von Ermland): Unterschied zwischen den Versionen
MH (Diskussion | Beiträge) K 1 Version importiert |
de>EhemaligeNutzer Keine Bearbeitungszusammenfassung |
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |
(kein Unterschied)
| |
Aktuelle Version vom 24. Mai 2022, 21:55 Uhr
Mauritius Ferber (* 1471 in Danzig; † 1. Juli 1537 in Heilsberg) war katholischer Theologe und Bischof von Ermland, der maßgeblich dazu beitrug, dass das Ermland im Gegensatz zu umliegenden preußischen Gebieten katholisch blieb.
Ferber stammte aus einer von Westfalen in die Hansestadt Danzig eingezogenen Patrizierfamilie, sein Vater Johann Ferber († 1501) und Bruder Eberhard Ferber waren Danziger Bürgermeister. Mauritius Ferber absolvierte längere Aufenthalte im Ausland, zunächst in England, dann lange Jahre in Italien. Im heimischen Danzig verursachte er 1498 eine Familienfehde um eine Verlobung mit Anna Pilemann, die sich auf das gesamte Patriziat Danzigs ausweitete und auch den päpstlichen Hof beschäftigte. Im Jahre 1507 vermittelte Eberhard eine Aussöhnung, während Mauritius in den geistlichen Stand übertrat und bald mehrere Pfründen bekam. Er wurde päpstlicher Kämmerer, Notar, Domherr im Ermland, von Lübeck, Reval und Dorpat, Pfarrer von Mühlbanz bei Dirschau, 1512 von St. Petri in Danzig, und 1514 oberster Pfarrherr von Danzig zu St. Marien. Am 3. September 1515 wurde er in Siena zum Doktor beider Rechte promoviert.
Durch den Sturz seines Bruders 1520 musste auch er Danzig verlassen. Der König von Polen nominierte ihn im Januar 1523 für das Fürstbistum Ermland, dessen Verwaltung er noch im selben Jahre übernahm.
Quelle: de.wikipedia.org, Art.: Mauritius Ferber, 4.6.2012