Georg Spalatin: Unterschied zwischen den Versionen

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Spalatin studierte dann in [[Erfurt]] noch die Rechte und Theologie und wurde nach seiner Priesterweihe 1508 Erzieher des späteren Kurfürsten [[Johann Friedrich I. (Sachsen)|Johann Friedrich]]. Im Auftrag des Kurfürsten [[Friedrich III. (Sachsen)|Friedrichs des Weisen]] wurde er 1512 Verwalter der im [[Schloss Wittenberg]] untergebrachten Universitätsbibliothek. 1514 ernannte Friedrich ihn zu seinem Hofkaplan und dann zu seinem Geheimschreiber an der Universität Wittenberg. Spalatin war seitdem als Beichtvater des Kurfürsten dessen vertrautester Diener, begleitete ihn zu fast allen [[Reichstag (HRR)|Reichstagen]] und vermittelte fast ausschließlich Friedrichs Beziehungen zu [[Martin Luther]]. [[Johann der Beständige]], der ihn ebenso wie sein Vorgänger zu schätzen wusste, ernannte ihn 1525 zum Ortspfarrer und 1528 zum Superintendenten von [[Altenburg]]. 1530 begleitete Spalatin den Kurfürsten zum Augsburger Reichstag. Von 1527 bis 1542 entwickelte er eine bedeutende Tätigkeit bei der Organisation der evangelischen Kirche der sächsischen Lande. Beispielsweise enthob er bei einer Kirchenvisitation vom Januar 1529 in [[Zwickau]] bis auf den [[Hermannsdorf (Elterlein)|Hermannsdorfer]] Pfarrer alle dem [[Kloster Grünhain]] unterstellten Pfarrer ihres Amtes, da er sie zur weiteren Führung ihres Amtes für ''ungeschickt'' befand.
Spalatin studierte dann in [[Erfurt]] noch die Rechte und Theologie und wurde nach seiner Priesterweihe 1508 Erzieher des späteren Kurfürsten [[Johann Friedrich I. (Sachsen)|Johann Friedrich]]. Im Auftrag des Kurfürsten [[Friedrich III. (Sachsen)|Friedrichs des Weisen]] wurde er 1512 Verwalter der im [[Schloss Wittenberg]] untergebrachten Universitätsbibliothek. 1514 ernannte Friedrich ihn zu seinem Hofkaplan und dann zu seinem Geheimschreiber an der Universität Wittenberg. Spalatin war seitdem als Beichtvater des Kurfürsten dessen vertrautester Diener, begleitete ihn zu fast allen [[Reichstag (HRR)|Reichstagen]] und vermittelte fast ausschließlich Friedrichs Beziehungen zu [[Martin Luther]]. [[Johann der Beständige]], der ihn ebenso wie sein Vorgänger zu schätzen wusste, ernannte ihn 1525 zum Ortspfarrer und 1528 zum Superintendenten von [[Altenburg]]. 1530 begleitete Spalatin den Kurfürsten zum Augsburger Reichstag. Von 1527 bis 1542 entwickelte er eine bedeutende Tätigkeit bei der Organisation der evangelischen Kirche der sächsischen Lande. Beispielsweise enthob er bei einer Kirchenvisitation vom Januar 1529 in [[Zwickau]] bis auf den [[Hermannsdorf (Elterlein)|Hermannsdorfer]] Pfarrer alle dem [[Kloster Grünhain]] unterstellten Pfarrer ihres Amtes, da er sie zur weiteren Führung ihres Amtes für ''ungeschickt'' befand.
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Aktuelle Version vom 24. Mai 2022, 15:34 Uhr

Grunddaten zu Georg Spalatin
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Namensvariante(n)
Geburtsdatum 17.1.1484
Geburtsort Spalt
Sterbedatum 16.1.1545
Sterbeort Altenburg

Vita

Spalatin wurde als unehelicher Sohn eines Rotgerbers geboren. Nach dem Besuch der Stiftsschule in seiner Geburtsstadt Spalt (heutiger Landkreis Roth bei Nürnberg) kam er 1497 an die St. Sebaldusschule in Nürnberg. Im Sommersemester 1498 immatrikulierte er sich an der Universität Erfurt, studierte zunächst Philosophie und erwarb 1499 den ersten akademischen Grad eines Baccalaureus. 1502 wandte er sich der neu geschaffenen Universität Wittenberg zu, wo er griechische und geschichtliche Studien betrieb und am 2. Februar 1503 als einer der ersten an der Artistenfakultät den akademischen Grad eines Magisters erwarb.

Spalatin studierte dann in Erfurt noch die Rechte und Theologie und wurde nach seiner Priesterweihe 1508 Erzieher des späteren Kurfürsten Johann Friedrich. Im Auftrag des Kurfürsten Friedrichs des Weisen wurde er 1512 Verwalter der im Schloss Wittenberg untergebrachten Universitätsbibliothek. 1514 ernannte Friedrich ihn zu seinem Hofkaplan und dann zu seinem Geheimschreiber an der Universität Wittenberg. Spalatin war seitdem als Beichtvater des Kurfürsten dessen vertrautester Diener, begleitete ihn zu fast allen Reichstagen und vermittelte fast ausschließlich Friedrichs Beziehungen zu Martin Luther. Johann der Beständige, der ihn ebenso wie sein Vorgänger zu schätzen wusste, ernannte ihn 1525 zum Ortspfarrer und 1528 zum Superintendenten von Altenburg. 1530 begleitete Spalatin den Kurfürsten zum Augsburger Reichstag. Von 1527 bis 1542 entwickelte er eine bedeutende Tätigkeit bei der Organisation der evangelischen Kirche der sächsischen Lande. Beispielsweise enthob er bei einer Kirchenvisitation vom Januar 1529 in Zwickau bis auf den Hermannsdorfer Pfarrer alle dem Kloster Grünhain unterstellten Pfarrer ihres Amtes, da er sie zur weiteren Führung ihres Amtes für ungeschickt befand.


Briefe an Georg Spalatin

 AbsenderStandortSignaturEditionAnmerkungLiteraturSeitenBearbeitung
Joachim Camerarius I. an Georg Spalatin (1)Joachim Camerarius I.BSB MünchenClm 2106, 65rvTÜ, 3.11.1540 OCEp 2732in OCEp