Otto Brunfels: Unterschied zwischen den Versionen

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== Vita ==
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1510 Mag. in Mainz; zunächst im Straßburger Kartäuserkloster, bis er unter Einfluß des oberrheinischen Reformhumanismus mit seinem Orden brach u. mit Hilfe Ulrich von Huttens aus der Kartause floh (1521). Hutten verschaffte ihm eine Pfarrei in Steinau bei Schlüchtern, doch mußte B. 1522 vor altgläubigen Gegnern nach Frankfurt fliehen. Dann wirkte B. als luth. Prediger in Neuenburg im Breisgau. Hier erneut in konfessionelle Kontroversen verwickelt, begab sich B. ins reformierte Straßburg, wo er 1524 das Bürgerrecht erwarb u. eine Lateinschule einrichtete. Nach seiner Promotion zum Dr. med. in [[Doktor::Basel; 1530]] (lt. RAG ) lebte B. bis zu seinem Tod als Stadtarzt in [[Stadtarzt::Bern; 1533]]. Während seines Aufenthalts in Hornbach (1533) veranlaßte er [[Hieronymus Bock]] zur Veröffentlichung seines ''Kreutter Buchs''. Platter, Tagebuch: 337 (Anm. 53): Seine Frau Dorothea Helg († nach 1572) war nach dem Tod des Mannes in Basel ärztlich tätig, wie Platter (Tagebuch: 337) erwähnt. Seine Geburtsdatum ist unsicher: es wird mit 1488/90 angegeben.


Nach M.A. in Mainz im Straßburger Kartäuserkloster, bis er unter Einfluß des oberrheinischen Reformhumanismus mit seinem Orden brach u. mit Hilfe Ulrich von Huttens aus der Kartause floh (1521). Hutten verschaffte ihm eine Pfarrei in Steinau bei Schlüchtern, doch mußte B. 1522 vor altgläubigen Gegnern nach Frankfurt fliehen. Dann wirkte B. als luth. Prediger in Neuenburg im Breisgau. Hier erneut in konfessionelle Kontroversen verwickelt, begab sich B. ins reformierte Straßburg, wo er 1524 das Bürgerrecht erwarb u. eine Lateinschule einrichtete. Nach seiner Promotion zum Dr. med. in [[Doktor::Basel; 1532]] (oder 1533) lebte B. bis zu seinem Tod als Stadtarzt in [[Stadtarzt::Bern; 1533]]. Während seines Aufenthalts in Hornbach (1533) veranlaßte er Hieronymus Bock zur Veröffentlichung seines Kreutter Buchs. Platter, Tagebuch: 337 (Anm. 53): Seine Frau Dorothea Helg († nach 1572) war nach dem Tod des Mannes in Basel ärztlich tätig, wie Platter (Tagebuch: 337) erwähnt.
Brunfels, Otto (1488/90-1534)


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* Killy Bd. 2, S. 260-261
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Aktuelle Version vom 18. Mai 2022, 17:42 Uhr

Grunddaten zu Otto Brunfels
GND-Nummer(n) 118660314
Namensvariante(n)
Geburtsdatum 1488
Geburtsort Mainz
Sterbedatum 23.11.1534
Sterbeort Bern

Vita

1510 Mag. in Mainz; zunächst im Straßburger Kartäuserkloster, bis er unter Einfluß des oberrheinischen Reformhumanismus mit seinem Orden brach u. mit Hilfe Ulrich von Huttens aus der Kartause floh (1521). Hutten verschaffte ihm eine Pfarrei in Steinau bei Schlüchtern, doch mußte B. 1522 vor altgläubigen Gegnern nach Frankfurt fliehen. Dann wirkte B. als luth. Prediger in Neuenburg im Breisgau. Hier erneut in konfessionelle Kontroversen verwickelt, begab sich B. ins reformierte Straßburg, wo er 1524 das Bürgerrecht erwarb u. eine Lateinschule einrichtete. Nach seiner Promotion zum Dr. med. in Basel (1530) (lt. RAG ) lebte B. bis zu seinem Tod als Stadtarzt in Bern (1533, ?). Während seines Aufenthalts in Hornbach (1533) veranlaßte er Hieronymus Bock zur Veröffentlichung seines Kreutter Buchs. Platter, Tagebuch: 337 (Anm. 53): Seine Frau Dorothea Helg († nach 1572) war nach dem Tod des Mannes in Basel ärztlich tätig, wie Platter (Tagebuch: 337) erwähnt. Seine Geburtsdatum ist unsicher: es wird mit 1488/90 angegeben.

Brunfels, Otto (1488/90-1534)

Werke

  • Otto BrunfelsConfutatio sophistices et quaestionum curiosarum, Schlettstadt 1520. (detaillierte Ansicht)
  • Otto BrunfelsProblemata Othonis Brunnfelsij, hrsg. v. Schott, Straßburg 1524. (detaillierte Ansicht)
  • Otto BrunfelsUt afflictionibus Rhodiorum militum ordinis sancti Iohannis Baptistae succurratur ad principes et Christianos omnes oratio, hrsg. v. Cratander, Basel 1523. (detaillierte Ansicht)

Literatur

  • PND
  • Killy Bd. 2, S. 260-261

RAG: https://resource.database.rag-online.org/ngQG0L375QI13fmIkRJfaOcf

  • Gerhard BaaderMittelalter und Neuzeit im Werk von Otto Brunfels, in: Medizinhistorisches Journal 13 (1978), S. 186-203. (detaillierte Ansicht)
  • Gerhard BaaderMittelalter und Neuzeit im Werk von Otto Brunfels, in: Daphnis 7 (1978), S. 107-128. (detaillierte Ansicht)
  • Ludwig KellerOtto Brunfels. Ein Gottesgelehrter, Arzt und Naturforscher des 16. Jh., in: Monatshefte der Comeniusgesellschaft 1899 (1899), S. 267-279. (detaillierte Ansicht)
  • Marc LienhardUn inclassable du XVIe siècle strasbourgeois: Otto Brunfels, in: Etudes Germaniques 50 (1995), S. 435-446. (detaillierte Ansicht)
  • Claus NissenDie botanische Buchillustration. Geschichte und Bibliographie Bd. I: Geschichte, Stuttgart 1951. (detaillierte Ansicht)
  • Walther RytzDas Herbarium Felix Platters. Ein Beitrag zur Geschichte der Botanik des 16. Jahrhunderts (= Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel, Bd. 44, Teil 1), Basel 1933. (detaillierte Ansicht)
  • Erich SanwaldOtto Brunfels 1488-1534. Ein Beitrag zur Geschichte des Humanismus und der Reformation. 1. Hälfte: 1488-1524, Diss. München 1932. (detaillierte Ansicht)
  • Luca ZucchiBrunfels e Fuchs - L'illustrazione botanica quale ritratto della singola pianta o immagine della specie, in: Nuncius 18 (2004), S. 411-466. (detaillierte Ansicht)

Briefe von Otto Brunfels

 EmpfängerStandortSignaturEditionAnmerkungLiteraturSeitenBearbeitung
Otto Brunfels an Christoph von Uttenheim (1)Christoph von UttenheimBrunfels 1524(theol.)Sanwald 193214 f.Kein Ärztebrief!
Otto Brunfels an Hieronymus Aleander (1)Hieronymus AleanderBiblioteca Apostolica VaticanaCod. Vat. lat. 6199Dig. vh.; Empf.-Problem: die ersten Zeilen sehen aus, al sei der Brief nicht an Aleander. Vielleicht auch an Jakob Spiegel wie das folgende (unvollst. und nicht dat.) Blatt 51??Kristeller 1967379bals Bild vorhanden
Otto Brunfels an Lukas Rembold (1)Lukas RemboldBrunfels 1523Sanwald 193217 f.Kein Ärztebrief!
Otto Brunfels an Unbekannt (1)UnbekanntUB UppsalaWaller Ms de-00562Fotokopie ((welches Briefes?) -> Mail Östlundunbearbeitet