Joachim Vadianus: Unterschied zwischen den Versionen

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== Vita ==
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Aus einer seit Jahrhunderten in St. Gallen heimischer Familie von bescheidenem Wohlstand,  Sohn des Lienhard von Watt, Kaufmanns und Ratsherrn, und der Magdalena Thalmann, Tochter des Ulrich, äbt.-sankt-gall. Kanzlers. ∞ 1519 Martha Grebel, Tochter des Jakob Grebel; 1501 immatr. [[Studium::Wien; 1501]], stand dort unter dem Einfluss von [[Konrad Celtis]], [[Johannes Cuspinian]] und [[Johannes Tichtl]]; 1504 dort Baccalaureus; 1508 M.A.; hielt ab 1508 Vorlesungen über antike Autoren; nach 1512 erscheint er als Stipendiat (besoldeter Professor), dann auch Vizekanzler und Rektor der Universität; am 13.10.1513 immatr. als Medizinstudent (zuvor Selbststudium der Rechte); 1514 Poeta laureatus durch Kaiser [[Maximilian I. (HRR)]]; Arbeiten zur Geographie (Vadian entdeckt den Hortulus von Walafrid Strabo in der St.Galler Klosterbibliothek - was hat das mit Geographie zu tun?--[[Benutzer:U schlegelmilch|U schlegelmilch]] 10:04, 2. Nov. 2011 (UTC)); Dr. med. [[Doktor::Wien; 1517]]; dann endgültige Rückkehr nach [[Praxis::St. Gallen; 1518]], seit 1518 erhielt er ein Stipendium von 50 Gulden als städtischer Berater, er übte später auch in [[Stadtarzt::St. Gallen]] Funktionen eines Stadtarztes (Pestarztes) aus; 1519 in Wädenswil verh. mit Martha Grebel aus Zürich; seit 1521 Mitglied im kleinen Rat in St. Gallen; 1526 Bürgermeister; Reformator von St. Gallen.  
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Aus einer seit Jahrhunderten in St. Gallen heimischer Familie von bescheidenem Wohlstand,  Sohn des Lienhard von Watt, Kaufmanns und Ratsherrn, und der Magdalena Thalmann, Tochter des Ulrich, äbt.-sankt-gall. Kanzlers. ∞ 1519 Martha Grebel, Tochter des Jakob Grebel; 1501/02 immatr. [[Studium::Wien]], stand dort unter dem Einfluss von [[Konrad Celtis]], [[Johannes Cuspinian]] und [[Johannes Tichtl]]; 1504 dort Baccalaureus; 1508 dort Lic. med.; hielt ab 1508 Vorlesungen über antike Autoren; seit 1511 Prof. für Poetik in Wien; nach 1512 erscheint er als Stipendiat (besoldeter Professor), dann auch Vizekanzler und Rektor der Universität; am 13.10.1513 immatr. als Medizinstudent (zuvor Selbststudium der Rechte); 1514 Poeta laureatus durch Kaiser [[Maximilian I. (HRR)]]; Arbeiten zur Geographie (Vadian entdeckt den Hortulus von Walafrid Strabo in der St.Galler Klosterbibliothek - was hat das mit Geographie zu tun?--[[Benutzer:U schlegelmilch|U schlegelmilch]] 10:04, 2. Nov. 2011 (UTC)); 1517 Lic. med. und Dr. med. [[Doktor::Wien; 1517]]; dann endgültige Rückkehr nach [[Praxis::St. Gallen; 1518]], seit 1518 erhielt er ein Stipendium von 50 Gulden als städtischer Berater, er übte später auch in [[Stadtarzt::St. Gallen]] Funktionen eines Stadtarztes (Pestarztes) aus; 1519 in Wädenswil verh. mit Martha Grebel aus Zürich, mit ihr hatte er nur 1 Tochter; seit 1521 Mitglied im kleinen Rat in St. Gallen; ab 1626 amtierte er bis ans Lebensende im Dreijahresturnus als Bürgermeister; Reformator von St. Gallen.  


== Literatur ==
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* [[Book::Näf 1957]]
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* [[Book::Gamper 2017]]
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* ''Zu Vadians mediz. Promotion vgl. '' Acta Conventus Neo-Latini Upsaliensis, ed. Astrid Steiner-Weber, Leiden 2012, Bd. 2, S. 711 ff.
* ''Zu Vadians mediz. Promotion vgl. '' Acta Conventus Neo-Latini Upsaliensis, ed. Astrid Steiner-Weber, Leiden 2012, Bd. 2, S. 711 ff.
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== Archivalien ==  
== Archivalien ==  
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* Clm 27445 - J. V., Introductorium in geographiam (1516)
Briefwechsel, Lebenserinnerungen, Tagebücher: Vadianische Sammlung in der Kantonsbibliothek St. Gallen, s. auch Werkausgabe
Briefwechsel, Lebenserinnerungen, Tagebücher: Vadianische Sammlung in der Kantonsbibliothek St. Gallen, s. auch Werkausgabe


Liste der Bücher in Vadians Besitz: Milt, Vadian als Arzt: S. 10: KOPIE.  
Liste der Bücher in Vadians Besitz: Milt, Vadian als Arzt: S. 10: KOPIE.  
Tagebuch in: Vadian, Deutsche Historische Schriften, Bd. III
 
Tagebuch in: Vadian, Deutsche Historische Schriften, Bd. III; Kopie (grüne Ordner: TW) vorh.


zwei Gutachten in [[Vadianische Briefsammlung]], KOPIE
zwei Gutachten in [[Vadianische Briefsammlung]], KOPIE


== Briefe ==
== Briefe ==
* etwa 2.200 Briefe erhalten und ediert lt. [[Gamper 2017]], S. 350
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Aktuelle Version vom 18. Mai 2022, 14:00 Uhr

Grunddaten zu Joachim Vadianus
GND-Nummer(n) 118625780
Namensvariante(n) Joachim Vadian ; Joachim von Watt
Geburtsdatum Geburtsdatum nicht bekannt
Geburtsort St. Gallen
Sterbedatum 6.4.1551
Sterbeort St. Gallen

Vita

geb. am 1.12.1483 oder 29.11.1484: dazu ausführlich Gamper 2017, S. 323)

Studiendaten lt. RAG. TW

Aus einer seit Jahrhunderten in St. Gallen heimischer Familie von bescheidenem Wohlstand, Sohn des Lienhard von Watt, Kaufmanns und Ratsherrn, und der Magdalena Thalmann, Tochter des Ulrich, äbt.-sankt-gall. Kanzlers. ∞ 1519 Martha Grebel, Tochter des Jakob Grebel; 1501/02 immatr. Wien (?, ?), stand dort unter dem Einfluss von Konrad Celtis, Johannes Cuspinian und Johannes Tichtl; 1504 dort Baccalaureus; 1508 dort Lic. med.; hielt ab 1508 Vorlesungen über antike Autoren; seit 1511 Prof. für Poetik in Wien; nach 1512 erscheint er als Stipendiat (besoldeter Professor), dann auch Vizekanzler und Rektor der Universität; am 13.10.1513 immatr. als Medizinstudent (zuvor Selbststudium der Rechte); 1514 Poeta laureatus durch Kaiser Maximilian I. (HRR); Arbeiten zur Geographie (Vadian entdeckt den Hortulus von Walafrid Strabo in der St.Galler Klosterbibliothek - was hat das mit Geographie zu tun?--U schlegelmilch 10:04, 2. Nov. 2011 (UTC)); 1517 Lic. med. und Dr. med. Wien (1517); dann endgültige Rückkehr nach St. Gallen (1518, ?), seit 1518 erhielt er ein Stipendium von 50 Gulden als städtischer Berater, er übte später auch in St. Gallen (?, ?) Funktionen eines Stadtarztes (Pestarztes) aus; 1519 in Wädenswil verh. mit Martha Grebel aus Zürich, mit ihr hatte er nur 1 Tochter; seit 1521 Mitglied im kleinen Rat in St. Gallen; ab 1626 amtierte er bis ans Lebensende im Dreijahresturnus als Bürgermeister; Reformator von St. Gallen.

Literatur

  • Conradin BonorandJoachim Vadian und Johannes Dantiscus. Ein Beitrag zu den schweizerisch-polnischen Beziehungen im 16. Jahrhundert, in: Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands 35 (1971), S. 150-170. (detaillierte Ansicht)
  • Conradin BonorandJoachim Vadian und der Humanismus im Bereich des Erzbistums Salzburg, St. Gallen 1980. (detaillierte Ansicht)
  • Conradin Bonorand / Guido Kisch(C.B.:) Aus Vadians Freundes- und Schülerkreis in Wien / (G.K.:) Vadians Valla-Ausgaben (Vadian-Studien; 8), St. Gallen 1965. (detaillierte Ansicht)
  • Wilhelm CreceliusBriefe an Vadianus, in: Alemannia 2 (1875), S. 50-60. (detaillierte Ansicht)
  • Paul DoverHow Heinrich Bullinger read his Solinus: Reading Ancient Geography in 16th-century Switzerland, in: Kai Brodersen (Hg.): Solinus - New Studies, Heidelberg 2014, S. 171 ff.. (detaillierte Ansicht)
  • Konrad Elmshäuser"Ein rostender Schatz" - Die Restitution der St. Galler Traditionsurkunden, in: Adolf E. Hofmeister (Hg.): Beiträge zur bremischen Geschichte. Festschrift für Hartmut Müller, Bremen 1998, S. 13-50. (detaillierte Ansicht)
  • Renate FrohneDas Welt- und Menschenbild des St. Galler Humanisten Joachim von Watt-Vadianus (1484-1551), dargestellt anhand ausgewählter Exkurse in den Scholien zu Pomponius Mela, De chorographia, Basel ²1522 (lat./dt.), Remscheid 2010. (detaillierte Ansicht)
  • Rudolf GamperJoachim Vadian 1483/84–1551. Humanist, Arzt, Reformator, Politiker. Mit Beiträgen von Rezia Krauer und Clemens Müller, Zürich 2017. (detaillierte Ansicht)
  • Rudolf GamperParacelsus und Vadian. Ihre Begegnung in St. Gallen, in: Urs Leo Gantenbein / Pia Holenstein Weidmann (Hg.): Der Komet im Hochgebirg von 1531. Die Kometenschrift des Paracelsus, Zürich 2006, S. 117-130. (detaillierte Ansicht)
  • Franz Graf-StuhlhoferVadian als Lehrer am Wiener Poetenkolleg, in: Zwingliana 26 (1999), S. 93-98. (detaillierte Ansicht)
  • Rezia KrauerExkurs: Briefwechsel, in: Rudolf Gamper (Hg.): Joachim Vadian 1483/84-1551 - Humanist, Arzt, Reformator, Politiker, Zürich 2017, S. 350-354. (detaillierte Ansicht)
  • Rezia KrauerBriefe über das Heiraten. Vadian, Bullinger und Johann Conrad Ulmer im Wissensaustausch, in: Rainer Henrich / René Specht (Hg.): Johann Conrad Ulmer (1519–1600) – Vollen8974e41d0cadabbfb9e2327d30619bd1, Schaffhausen 2020, S. 129-146. (detaillierte Ansicht)
  • Paul LehmannJohannes Sichardus und die von ihm benutzten Bibliotheken und Handschriften (Quellen und Untersuchungen zur lateinischen Philologie des Mittelalters, Bd. 4.1), München 1911. (detaillierte Ansicht)
  • Erna LeskyMedicorum commercium Austro-Helveticum, in: Gesnerus 29 (1972), S. 1-18. (detaillierte Ansicht)
  • Bernhard MiltEin Konsilium Vadians, in: Schweizerische Medizinische Wochenschrift 62 (1932), S. 260-261. (detaillierte Ansicht)
  • Bernhard MiltVadian als Arzt. Im Auftrag der Stätte für Vadianforschung in St. Gallen hg. von Conradin Bonorand (Vadian-Studien Bd. 6), St Gallen 1959. (detaillierte Ansicht)
  • Leonhard von Muralt / Walter SchmidQuellen zur Geschichte der Täufer in der Schweiz (Quellen zur Geschichte der Täufer, Bd. 1), Zürich 1974. (detaillierte Ansicht)
  • Clemens MüllerDisputationstexte der medizinischen Fakultät Wien aus dem frühen 16. Jahrhundert, in: Reimund B. Sdzuj / Robert Seidel / Bernd Zegowitz (Hg.): Dichtung - Gelehrsamkeit - Disputationskultur. Festschrift für Hanspeter Marti zum 65. Geburtstag, Wien, Köln, Weimar 2012, S. 297-315. (detaillierte Ansicht)
  • Clemens MüllerHumanismus vs. Scholastik - Joachim Vadians Promotion zum doctor medicinae an der Universität Wien, in: Astrid Steiner-Weber (Hg.): Acta Conventus Neo-Latini Upsaliensis, Leiden, Boston 2012, S. 711-720. (detaillierte Ansicht)
  • Werner NäfVadian und seine Stadt St.Gallen, St.Gallen 1957. (detaillierte Ansicht)
  • Werner NäfDie Familie von Watt. Geschichte eines St.Gallischen Bürgergeschlechts, St Gallen 1936. (detaillierte Ansicht)
  • Katharina Suter-MeyerWissensvermittler – Kritiker – Autor. Joachim Vadians Kommentare zu Pomponius Mela (Basel, 1522), Zürich 2020. (detaillierte Ansicht)
  • Regina TöpferPädagogik, Polemik, Paränese - Die deutsche Rezeption des Basilius Magnus im Humanismus und in der Reformationszeit, Tübingen 2007. (detaillierte Ansicht)
  • Joachim Vadian: Ausgewählte Briefe, hrsg. v. Ernst Gerhard Rüsch, St. Gallen 1983. (detaillierte Ansicht)

Archivalien

BSB München

  • Clm 27445 - J. V., Introductorium in geographiam (1516)

Briefwechsel, Lebenserinnerungen, Tagebücher: Vadianische Sammlung in der Kantonsbibliothek St. Gallen, s. auch Werkausgabe

Liste der Bücher in Vadians Besitz: Milt, Vadian als Arzt: S. 10: KOPIE.

Tagebuch in: Vadian, Deutsche Historische Schriften, Bd. III; Kopie (grüne Ordner: TW) vorh.

zwei Gutachten in Vadianische Briefsammlung, KOPIE

Briefe

  • etwa 2.200 Briefe erhalten und ediert lt. Gamper 2017, S. 350

Briefe an Joachim Vadianus

 AbsenderStandortSignaturEditionAnmerkungLiteraturSeitenBearbeitung
Heinrich Bullinger an Joachim Vadianus (2)Heinrich BullingerBW Calvin (alt)8.3.1551; 22.3.1551 in DS 13802 in interner Bemerkung notiert / US 1.22unbearbeitet
Jakob Bedrotus an Joachim Vadianus (1)Jakob BedrotusBW VadianOrig.: Vadiana Nur 471 und 491 in Adis - 6/2015in Bearbeitung
Joachim Camerarius I. an Joachim Vadianus (1)Joachim Camerarius I.Kantonsbibliothek Vadiana St. GallenMs. 41a (ex Bremen)TÜ 3.12.1536 OCEp 2740 = Adis 35559Krafft 187578 f., Nr. 38in Adis und OCEp
Johannes Gastgeb an Joachim Vadianus (1)Johannes GastgebBW Vadian1 Br. aus Iglau. - G. ist Arzt: vermutl. Absolvent der Stiftsschule Melk; lehrte an der med.fak.wien., 1534 Rektor, 4x Dekan; 1542 auf der Flucht v.d. Türken gest. (Bonorand) An den beiden angegeb. Stellen nicht in Bd. 2; ungeklärt - US 5.5.21Bonorand/Kisch 196583unbearbeitet
Philipp Gundel an Joachim Vadianus (1)Philipp GundelBW VadianOrig.: St. Gallen, Kantonsbibl., VadSlg Ms 30 Nr. 72 Mitteilung, dass er nicht mehr Medizinstudent, sondern Advocat sei: Nr. 80 weglassen, III/N28 PRÜFEN!in Bearbeitung